Deutz zieht Kapitalhebel für strategischen Übernahmevorstoß
Der renommierte Motorenhersteller Deutz hat angekündigt, sein Eigenkapital zu erhöhen, um die jüngst beschlossene Übernahme im Drohnensegment zu finanzieren. Geplant ist eine Aufstockung des Grundkapitals um 10 Prozent durch die Ausgabe von etwa 13,9 Millionen neuen Aktien, wie das Unternehmen in Köln bekanntgab. Hierbei wird auf das Bezugsrecht verzichtet. Der letztgültige Platzierungspreis sowie der daraus resultierende Bruttoemissionserlös werden nach Verfahrensabschluss festgelegt.
Die Mittel aus der Kapitalmaßnahme sollen den Erwerb des Drohnenantriebsspezialisten Sobek ermöglichen. Bereits bei der Ankündigung dieses strategischen Zukaufs setzte Deutz auf diese Form der finanziellen Absicherung, um die Aussichten im zukunftsträchtigen Drohnengeschäft zu stärken.
Trotz dieser strategischen Pläne reagierte der Aktienmarkt mit Skepsis — auf der Handelsplattform Tradegate fiel die Aktie von Deutz um 2,7 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs von 9,95 Euro. Berechnungen zufolge könnte die Kapitalerhöhung, zumindest nach dem Schlusskurs, ein Volumen von über 138 Millionen Euro erreichen. Marktüblich ist jedoch ein gewisser Abschlag bei der Platzierung, der das finale Ertragsvolumen beeinflussen könnte.

