Deutschland engagiert sich mit einer Milliarde Euro im Kampf für den Regenwald
Deutschland hat auf der Weltklimakonferenz in Belém eine bedeutende Initiative für den Schutz der tropischen Regenwälder angekündigt. Umweltminister Carsten Schneider und Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan verkündeten die Bereitstellung von einer Milliarde Euro über die nächsten zehn Jahre. Diese Investition unterstreicht Deutschlands Engagement, die großen „grünen Lungen“ unseres Planeten zu bewahren. Die Bedeutung dieser Wälder kann kaum überschätzt werden. Neben ihrer Funktion als Kohlenstoffspeicher spielen sie eine wesentliche Rolle im globalen Wasserhaushalt und sind Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten.
Braziliens Regierung, die diesen neuen Fonds "Tropical Forest Forever Facility" ins Leben gerufen hat, setzt große Hoffnungen auf international koordinierte Anstrengungen. Andere Nationen, darunter Norwegen und Indonesien, haben ebenfalls substanzielle Beiträge zugesichert. Die innovative Idee hinter dem Fonds belohnt Staaten, die ihre Wälder schützen, und ahndet die Zerstörung von Waldflächen. Mittelfristig soll ein Fondsvolumen von 125 Milliarden US-Dollar erreicht werden, um nachhaltige Projekte zu fördern. Unterstützt wird diese globale Anstrengung von vielen Ländern und Institutionen, einschließlich der Weltbank. Insgesamt könnten rund 70 Entwicklungsstaaten von der Initiative profitieren, wobei betont wird, dass 20 Prozent der Gelder den indigenen Völkern zugutekommen sollen.
Greenpeace Deutschland begrüßte diesen Schritt, forderte jedoch klare Bedingungen, um sicherzustellen, dass die Gelder nicht in klimaschädliche Projekte fließen. Dies unterstreicht den globalen Anspruch der Konferenz, Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel zu erzielen.

