Deutscher Wohnungsbau blickt hoffnungsvoll in die Zukunft
Der Optimismus kehrt allmählich in den deutschen Wohnungsbau zurück: Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts, ein verlässlicher Gradmesser für die Branche, erlebte im Juni einen signifikanten Anstieg um rund sechs Punkte. Dieses Niveau wurde zuletzt im September 2022 erreicht. Dennoch verweilt der Index mit einem Wert von minus 25,2 weiterhin in negativen Gefilden.
Besonders bemerkenswert sind die deutlich besseren Geschäftserwartungen, die sich langsam den Vor-Krisen-Werten annähern, die vor dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs noch galten. Auch die aktuelle Lage wird zunehmend optimistischer gesehen, obwohl sie nach wie vor weit hinter früheren Höchstständen zurückbleibt.
Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Die Unternehmen im Wohnungsbau schöpfen weiter vorsichtig Hoffnung. Die Stimmung steigt – doch der Weg zurück zur Normalität ist noch lang.“ Diese Einschätzung spiegelt sich in der Auftragslage wider. Trotz eines leichten Rückgangs berichten immer noch 47,9 Prozent der Unternehmen von einem Auftragsmangel.
Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation mahnt Wohlrabe: „Die Richtung stimmt, aber der Wohnungsbau braucht mehr als Ankündigungen.“ Um den ersehnten Bau-Boom zu realisieren, müsse der „Wohnungsbau-Turbo“ richtig zünden. Auch bei den Finanzierungskosten sieht das Ifo-Institut nach wie vor Spielraum nach unten, was für zusätzlichen Rückenwind für die Branche sorgen könnte.

