Deutsche Pfandbriefbank vor finanzieller Herausforderung durch US-Ausstieg
Die Deutsche Pfandbriefbank sieht sich im laufenden Jahr erheblichen finanziellen Belastungen gegenüber, die hauptsächlich durch den kostspieligen Rückzug aus dem US-amerikanischen Markt verursacht werden. Der Gewerbeimmobilien-Finanzierer gab bekannt, dass der Verlust vor Steuern voraussichtlich in einer Spanne von 210 bis 265 Millionen Euro liegen wird. Im dritten Quartal konnte zwar ein Vorsteuergewinn von 14 Millionen Euro erzielt werden, doch summiert sich der Vorsteuerverlust nach drei Quartalen dennoch auf 235 Millionen Euro. Unterm Strich beträgt das Defizit nach den ersten drei Quartalen 227 Millionen Euro.
Laut Bankchef Kay Wolf bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd, da sowohl Käufer als auch Verkäufer zurückhaltend agieren. Die erhoffte Erholung im Marktgeschehen zieht sich damit länger hin als ursprünglich prognostiziert. Zugleich reicht das Neugeschäft in Europa bislang nicht aus, um die durch den Rückzug aus den USA entstandenen Verluste zu kompensieren. Kay Wolf korrigierte die Erwartungen für das Neugeschäft in diesem Jahr deutlich nach unten und erwartet nun einen Umfang von lediglich 5,5 bis 6 Milliarden Euro, nachdem im Sommer noch mit 6,5 bis 7,5 Milliarden gerechnet wurde.

