Deutsche Landwirte blicken besorgt auf den Frühjahrsregen
Nach einer langen Phase der Trockenheit sehnen sich Landwirte in ganz Deutschland nach Regen. Laut Joachim Rukwied, dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbands, ist dies eine dringende Notwendigkeit. Während die Bedingungen für die Frühjahrsbestellung größtenteils gut waren, hoffen die Landwirtschaftsbetriebe nun schnell auf ausgiebigere Niederschläge.
Rukwied erklärt, dass ein trockenes Frühjahr, gefolgt von einem feuchten Frühsommer, optimal sei. Dies mache es den Pflanzen möglich, während ihrer Wachstumsphase, besonders aber während der entscheidenden Kornausbildungsphase im Frühsommer, genügend Wasser zu erhalten. Trotzdem sei es derzeit verfrüht, Schlussfolgerungen über die kommende Ernte zu ziehen.
Verschiedene Wetterereignisse könnten bis zur Erntezeit noch eintreten, so Rukwied, die die Erträge sowohl ins Positive als auch ins Negative beeinflussen könnten. Die Möglichkeit einer Lebensmittelknappheit aufgrund der Trockenheit sei derzeit nicht gegeben. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der März in vielen Regionen ungewöhnlich trocken und mild. Besonders im Norden sank die Bodenfeuchtigkeit in den oberen Schichten deutlich unter die langjährigen Minimalwerte. Auch der Februar blieb vielerorts hinter dem erwarteten Niederschlagsniveau zurück.

