Deutsche Bank im Fokus: Wachstum trotz Schatten der Geldwäschevorwürfe
Die Deutsche Bank präsentiert sich zur bevorstehenden Bilanzvorlage alles andere als sorgenfrei, obwohl Analysten ein beachtliches Gewinnwachstum im Jahr 2025 vorhersehen. So muss sich der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing angesichts neuerlicher Ermittlungen wegen Geldwäsche-Verdachts in der Unternehmenszentrale in Frankfurt auf kritische Nachfragen gefasst machen. Im Zentrum der Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft stehen frühere Geschäftsbeziehungen der Bank zu ausländischen Firmen, die im Verdacht stehen, in Geldwäsche involviert gewesen zu sein. Diese Vorwürfe sind nicht neu: In der Vergangenheit wurde die Deutsche Bank wiederholt wegen unzureichender Prüfungen und verspäteter Verdachtsmeldungen getadelt.
Finanziell erweist sich die Deutsche Bank als stark. Analysten prognostizieren für das letzte Jahr einen Vorsteuergewinn von über 9,6 Milliarden Euro, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr mit einem Gewinn von 5,3 Milliarden Euro bedeutet. Der Nettogewinn könnte sich bei knapp 6 Milliarden Euro belaufen, was eine bedeutende Steigerung gegenüber 2,7 Milliarden Euro aus 2024 darstellt. Der frühere Gewinnrückgang wurde primär durch Entschädigungszahlungen an ehemalige Aktionäre der Postbank verursacht.

