Deutsche Bahn startet Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Lübeck und Bad Kleinen
Die Deutsche Bahn beginnt mit einem bedeutenden Infrastrukturprojekt in Westmecklenburg: Die rund 60 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Bad Kleinen und Lübeck wird umfassend modernisiert und elektrifiziert. Diese Maßnahmen sollen zu einem stabileren Fahrplan und verkürzten Fahrzeiten führen.
Zusätzlich ist bei Gallentin nahe Bad Kleinen die Errichtung einer Verbindungskurve geplant, die es Zügen ermöglicht, ohne Richtungswechsel direkt zwischen Lübeck und Schwerin zu verkehren. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für 2028 vorgesehen.
Ein weiterer Nutzen des Projekts ist die Entlastung des stark frequentierten Bahnknotens Hamburg. Mittelfristig wird über diese Strecke auch eine Anbindung an die geplante Fehmarn-Belt-Querung erfolgen, die Deutschland über einen 20 Kilometer langen Tunnel mit Dänemark verbinden soll.
Diese Verbindung wird sowohl eine zweigleisige elektrifizierte Eisenbahnstrecke als auch eine vierstreifige Straßenverbindung umfassen. Nach aktuellen Plänen soll die Inbetriebnahme 2029 erfolgen, der offizielle Startschuss für den Bau war bereits am 1. Januar 2021.
Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin äußerte sich positiv über das Projekt. Die Wirtschaft in Westmecklenburg habe sich in der Vergangenheit stark für die Realisierung dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme eingesetzt.
Zum symbolischen ersten Spatenstich in Bad Kleinen werden neben dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Alexander Kaczmarek, auch der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Blank, erwartet.

