Deutsch-amerikanische Zollpolitik in der Schlussphase - Spannung auf den Märkten
Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen in Deutschland zeigten zu Wochenbeginn einen Aufwärtstrend, ausgelöst durch einen Rückgang des T-Note-Futures um 0,21 Prozent auf insgesamt 110,97 Punkte. Dies führte zu einem Anstieg der Rendite auf nunmehr 4,39 Prozent. Die Anleihenmärkte der Vereinigten Staaten verhalten sich unterdessen ruhig, da keine nennenswerten Wirtschaftsdaten in Veröffentlichung stehen.
Auf beiden Seiten des Atlantiks fokussieren sich die Marktteilnehmer auf die Entwicklungen der US-Zollpolitik unter Präsident Donald Trump. Noch vor Ablauf der Frist sollen zwischen zwölf und fünfzehn Länder, darunter auch europäische, bis Mittwoch Schreiben über neue Zölle oder Handelsverträge erhalten. Handelsminister Howard Lutnick bestätigte, dass neu eingeführte Zölle am 1. August in Kraft treten könnten. Besonders kritisch wird die Deadline für die Europäische Union betrachtet, die ebenfalls am Mittwoch endet.
Ein Hoffnungsschimmer für die transatlantischen Beziehungen kam durch ein Telefongespräch zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Donald Trump zustande. Laut einer Mitteilung der EU-Kommission wurde in der letzten Woche signifikante Fortschritte in Richtung einer grundlegenden Übereinkunft erzielt. Trotz der positiven Entwicklungen bleibt aber die Drohung neuer Zölle auf europäische Importe weiterhin ein Druckmittel von Trump, sollte keine Einigung erzielt werden.

