Deutlicher Rückgang: Deutsche Exporte in die USA unter Druck

Trotz eines langjährigen Trends steigender Exporte über den Atlantik, erleben deutsche Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2025 einen herben Rückschlag im Handel mit den USA. Das renommierte Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in einer jüngst präsentierten Analyse aufgezeigt, dass vor allem die Automobil-, Chemie- und Maschinenbauindustrie stark von erhöhten US-Zöllen betroffen sind. Diese Branchen bilden traditionell das Rückgrat der deutschen Exportwirtschaft.
Der Bericht offenbart einen Rückgang um 8 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, was eine drastische Abkehr von den durchschnittlichen jährlichen Zuwächsen von fünf Prozent zwischen 2016 und 2024 bedeutet. Besonders einschneidend ist die Situation für die Automobilindustrie: Hier sanken die Exporte von Pkw und Autoteilen um etwa 15 Prozent, ein bemerkenswertes Signal für die deutschen Autohersteller in einem hart umkämpften internationalen Umfeld.
Für den Maschinenbau stellt sich die Situation ebenfalls als ernst dar. Grund hierfür sind die besonders hohen Zölle, die die USA auf Stahl, Aluminium und daraus gefertigte Produkte erheben. Mit einem Zollsatz von 50 Prozent entstehen erhebliche Hürden für die Exportwirtschaft. Auch für die Chemieindustrie sieht das IW den Rückgang in den USA-Exporten unter anderem in einer verminderten Produktion infolge gestiegener Energiepreise begründet.

