Der süße Fall eines Milliardenschadens: Einblicke in den Betrug bei Mars Wrigley
Ein ehemaliger Manager der Mars-Tochtergesellschaft Mars Wrigley bekannte sich vor einem Bundesgericht in Bridgeport, Connecticut, der Anklage wegen Betrugs und Steuerhinterziehung schuldig. Paul Steed, 58 Jahre alt, räumte den Diebstahl von 28 Millionen US-Dollar vom weltweit bekannten Süßwarenhersteller ein. Laut Anklage veruntreute Steed über Jahre hinweg Gelder durch geschickte Umleitung zu von ihm gegründeten Firmen. Besonders dreist: Eine seiner Scheinfirmen, MCNA LLC, war so konzipiert, dass sie einer echten Mars-Gesellschaft stark ähnelte.
In einem bemerkenswerten Vergleich verpflichtete sich Steed zur Rückzahlung von 28,4 Millionen US-Dollar an Mars und schuldet darüber hinaus 10 Millionen US-Dollar an ausstehenden Steuern an die US-amerikanische Steuerbehörde IRS. Der US-amerikanische und argentinische Bürger genießt gegen Kaution von 5 Millionen Dollar vorübergehend die Freiheit. Ermittelnde Behörden konnten bisher 18 Millionen US-Dollar auf seinen Bankkonten sicherstellen und planen die Veräußerung eines Anwesens in Greenwich, das er offenbar mit gestohlenem Geld erworben hatte. Weitere 2 Millionen US-Dollar schob der Global Price Risk Manager einst heimlich auf Konten in Argentinien, wo er Verwandte und einen eigenen Landsitz besitzt.
Steeds Verurteilung bezieht sich auf zwei Anklagepunkte wegen Betrugs und einen wegen Steuerhinterziehung. Das Strafmaß wird am 9. Dezember verkündet. Die Geschichte zeigt, dass selbst Süßwarenriesen wie Mars vor der bitteren Realität des Wirtschaftsbetrugs nicht gefeit sind.

