Der digitale Einkaufswagen rollt schneller: Online-Lebensmittelhandel mit rasantem Wachstum
Die Vorliebe der Deutschen für den unkomplizierten Einkauf von Lebensmitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs im Internet erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Aktuellen Auswertungen des Handelsforschungsinstituts IFH Köln zufolge ist das Online-Bestellvolumen im vergangenen Jahr voraussichtlich um mehr als zehn Prozent gestiegen. Dieses Wachstum ist bemerkenswert, denn es liegt mehr als doppelt so hoch wie der gesamte Zuwachs im Onlinehandel.
Besonders Lebensmittel treiben den Erfolg des digitalen Einkaufs voran und machen nun mehr als die Hälfte der Online-Umsätze in diesem Segment aus. Der Nettoumsatz mit Lebensmitteln überschritt 2025 erstmals die Marke von sechs Milliarden Euro. Doch nicht nur Lebensmittel, sondern auch andere Alltagsprodukte wie Körperpflege, Kosmetik, Drogeriewaren, Heimtierbedarf sowie Wein und Sekt finden ihren Weg in die virtuellen Einkaufswagen der Konsumenten.
Eine Umfrage von YouGov, die im Juli unter über 2.000 Menschen ab 18 Jahren durchgeführt wurde, zeigt, dass viele Deutsche regelmäßig online einkaufen. 15 Prozent tun dies wöchentlich oder häufiger, 21 Prozent mehrmals im Monat und 27 Prozent einmal pro Monat. Die wichtigsten Beweggründe für den digitalen Einkauf sind die Bequemlichkeit und die direkte Lieferung nach Hause (60 Prozent), gefolgt von Zeitersparnis (47 Prozent). Zudem möchten viele Konsumenten Wege zum Geschäft (42 Prozent) und Menschenmassen (36 Prozent) vermeiden. Preisvergleiche (35 Prozent) und eine größere Produktauswahl (34 Prozent) sind ebenfalls entscheidende Faktoren.
Die größten Akteure im Bereich des Lebensmittelversands in Deutschland sind Picnic und Rewe, die durch ihre effizienten Lieferdienste die Nachfrage bedienen und weiter an Fahrt gewinnen.

