Demonstrationen gegen „Gerrymandering“: Trump unter Druck
Die Vereinigten Staaten erleben erneut eine Welle des zivilen Protests, ausgelöst durch die Politik von Präsident Donald Trump. Unter dem einprägsamen Slogan "Fight the Trump Takeover" sind in etwa 300 Städten zahlreiche Bürger auf die Straßen gegangen, um ihren Unmut kundzutun.
Besonders im Mittelpunkt stand dabei die Stadt Austin in Texas, wo laut lokalen Medienberichten etwa 5.000 Demonstranten gegen die von den Republikanern unter Trump geplanten Neugestaltungen der Wahlkreise auf die Straße gingen. Der Streitpunkt ist das sogenannte Gerrymandering, eine Praxis, die darauf abzielt, Wahlkreisgrenzen systematisch zugunsten einer Partei zu verändern.
Die Republikaner hoffen, durch diese Neuordnung, ihre knappe Mehrheit im US-Kongress stabilisieren oder gar ausbauen zu können. Besonders die Reform der Wahlkreise in Texas könnte, wenn durchgeführt, das fragile Gleichgewicht im Repräsentantenhaus ebenfalls zugunsten der Republikaner verschieben.
Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit haben die Proteste in Frequenz und Größe erheblich zugenommen, wie aktuelle Zählungen des renommierten "Crowd Consortium" der Universität Harvard nahelegen. Ein beeindruckendes Beispiel dafür war die "No Kings"-Bewegung im Juni, bei der Millionen von Menschen auf die Straße gingen, was als einer der massivsten kollektiven Proteste in der US-Geschichte gilt.

