Demokratin Grijalva gewinnt Sonderwahl in Arizona: Mögliche Folgen für Republikaner
Adelita Grijalva, Demokratin und selbsternannte Progressistin, hat die Sonderwahl im siebten Distrikt von Arizona gewonnen, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet. Dies verstärkt den ohnehin schon knappen Vorsprung der Republikaner im US-Repräsentantenhaus und bereitet den Weg für eine erzwungene Abstimmung zur Veröffentlichung von Regierungsdokumenten im Fall Jeffrey Epstein.
Die Republikaner können es sich nur leisten, zwei Stimmen bei parteieigenen Gesetzesvorlagen zu verlieren, da jedes Patt dazu führt, dass ein Gesetzesvorschlag scheitert. Besonders herausfordernd wird dies in Anbetracht bestimmter Abgeordneter, wie Thomas Massie, die bekannt dafür sind, von der Parteilinie abzuweichen.
Grijalva hat angekündigt, alle Demokraten zu unterstützen, indem sie die finale Unterschrift für eine Petition leistet, die eine Abstimmung über die Freigabe bisher unveröffentlichter Dokumente zu Epstein und Ghislaine Maxwell erzwingen soll. Diese Petition hat bereits vier republikanische Unterstützer und benötigt nur noch eine weitere Unterschrift, um eine Argumentation zu erzwingen.
Grijalva, die zuvor im Aufsichtsrat von Pima County tätig war, tritt die Nachfolge ihres verstorbenen Vaters Raul Grijalva an, der 22 Jahre lang im Kongress gedient hatte. Ihr Distrikt umfasst Teile der US-mexikanischen Grenzen und erstreckt sich von Yuma über Tucson bis in die Vororte von Phoenix.
Angesichts des schwindenden Vorsprungs der Republikaner im Repräsentantenhaus könnten diese nun gezwungen sein, sich politisch unbequemen Abstimmungen zu stellen, während die Zwischenwahlen 2026 näher rücken. Das Thema Epstein könnte hierbei ebenso ins Zentrum rücken wie die umstrittenen Zölle von Präsident Donald Trump.
Zwei weitere Sonderwahlen sind bis Jahresende geplant. Die erste findet am 4. November 2025 in Texas für den verstorbenen Sylvester Turner statt. Sollten die Demokraten diesen Sitz behalten, könnten die Republikaner in ihrer parteipolitischen Agenda noch weiter unter Druck geraten. Im Dezember könnten sie jedoch den Verlust ausgleichen, wenn in Zentral-Tennessee ein Nachfolger für den zurückgetretenen Mark Green gewählt wird.

