Dell auf Erfolgskurs: Wie das Unternehmen dank Datenzentren und AI wächst
Tech-Giganten wie Amazon, Alphabet, Microsoft und xAI – gegründet von Elon Musk – planen den Bau gigantischer Rechenzentren, die mannigfaltige Funktionen, darunter Künstliche Intelligenz (KI), unterstützen sollen. Die Dimensionen dieser Einrichtungen können dabei 100.000 Quadratmeter überschreiten. Diese Einrichtungen umfassen tausende Server, Racks und sonstige Infrastrukturen. Angesichts der aktuellen Dynamik in der Branche wird die Nachfrage nach solchen Rechenzentren weiter steigen. Dell, das nicht nur Computer herstellt, sondern auch wesentliche Komponenten für diese Branche liefert, ist dabei ein zentraler Akteur. Insbesondere beim Bau von Rechenzentren für die oben genannten Tech-Riesen ist Dell ein essenzieller Partner. Zusammen mit Super Micro Computer ist Dell an xAIs ehrgeizigem Projekt beteiligt, den weltweit größten Supercomputer zu bauen. Diese Anlage wird voraussichtlich 100.000 Nvidia-GPUs umfassen und eine Fläche von über 70.000 Quadratmetern belegen. Da Super Micro derzeit Probleme hat und seine jährliche 10-K-Einreichung verzögert, könnte Dell sogar einen größeren Anteil der Arbeit erhalten. Dells jüngste Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025, das am 2. August endete, zeigen einen Umsatz von 3,2 Milliarden US-Dollar mit AI-optimierten Servern, eine Steigerung um 23 % gegenüber dem vorherigen Quartal. Auch der Verkauf traditioneller Server stieg das fünfte Quartal in Folge, wobei der Infrastrukturlösungsbereich (ISG) mit 11,6 Milliarden US-Dollar einen Anstieg von 38 % im Jahresvergleich verzeichnete. Dieser Bereich trug zu einem Gesamtumsatzanstieg von 9 % auf 25 Milliarden US-Dollar bei, trotz eines herausfordernden Marktes für Konsumenten-PCs. Dell prognostiziert, dass sich der adressierbare Markt des ISG-Segments von 79 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 174 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 mehr als verdoppeln wird – eine ausgezeichnete Nachricht für Investoren. Positiver freier Cashflow ist das Lebenselixier von Unternehmen und ein entscheidender Faktor. Er ermöglicht es, Wachstum zu finanzieren, Dividenden auszuschütten, Aktien zurückzukaufen und den Betrieb ohne übermäßige Verschuldung zu sichern. Dell meldete im letzten Quartal einen freien Cashflow von 1,3 Milliarden US-Dollar und 6,1 Milliarden US-Dollar in den letzten zwölf Monaten. Dell erhöhte seine Dividende dieses Jahr um 20 % auf 1,78 US-Dollar, was eine Rendite von 1,5 % ergibt. Obwohl diese Rendite nicht herausragend ist, plant das Unternehmen, die Dividende bis zum Geschäftsjahr 2028 jährlich um 10 % zu erhöhen. Technologiewerte kauft man jedoch nicht primär wegen des Einkommens – betrachten Sie es als Bonus. Außerdem kaufte Dell im letzten Jahr Aktien im Wert von 3 Milliarden US-Dollar zurück, fast 4 % der aktuellen Marktkapitalisierung. Mit der Absicht, 80 % des freien Cashflows an die Aktionäre zurückzuführen, wird das Tempo der Aktienrückkäufe voraussichtlich weitergehen, was die Aktienanzahl verringert und den Wert für Investoren erhöht. Die jüngsten Preisschwankungen und die Herausforderungen von Mitbewerbern wie Super Micro deuten darauf hin, dass Dell in Zukunft eine vielversprechende Position einnehmen könnte. Analystenschätzungen zufolge könnten Investoren mit marktschlagenden Gewinnen rechnen.

