Dax verliert weiteren Boden – Rüstungs- und Robotics-Werte als Lichtblicke
Der Dax erlebte eine schwierige Woche und schloss den letzten Handelstag mit einem Minus von 0,57 Prozent bei 23.902,21 Punkten ab. Das Wochenminus belief sich somit auf 1,9 Prozent. Trotz der Verluste im August von 0,7 Prozent hält der Leitindex seit Jahresbeginn ein beeindruckendes Plus von 20 Prozent. Auch der MDax fiel um 0,24 Prozent auf 30.286,90 Punkte.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets warnt, dass der Dax im Kampf um die 24.000-Punkte-Marke an Schwung verlieren könnte. Dennoch sieht er keinen Grund zur Panik, da bei 23.500 Punkten eine solide Unterstützungslinie existiere.
Die jüngsten Konjunkturdaten hatten keine erkennbaren Auswirkungen auf die Marktentwicklung. Europas Börsen präsentierten sich ebenfalls schwach. Der EuroStoxx 50 verlor 0,8 Prozent, während der Schweizer SMI und Londons FTSE 100 mit Abschlägen von 0,3 Prozent notierten.
In den USA verzeichnete der Dow Jones einen Rückgang um 0,4 Prozent, während der Nasdaq 100 um 1,2 Prozent nachgab. Auf dem deutschen Markt stachen Rüstungsaktien hervor: Rheinmetall erzielte ein Kursplus von 3,2 Prozent im Dax, während Hensoldt und Renk im MDax mit Gewinnen von 3,4 und 2,7 Prozent glänzten. Der Verkauf der Renk-Beteiligung durch den Finanzinvestor Triton beflügelte Renk zusätzlich.
Die Schaeffler-Aktie im SDax erfuhr einen Aufschwung von 5,5 Prozent dank einer Kaufempfehlung der Citigroup, die großes Potenzial in der Sparte humanoider Aktuatoren sieht. Analyst Ross Macdonald schätzt das Marktvolumen für diese Systeme bis 2050 auf über eine Billion US-Dollar.
Gerresheimer gewann nach der Ankündigung eines neuen Finanzchefs 1,6 Prozent und überwand damit den tiefsten Kursstand seit 2014. Analyst Pallav Mittal von Barclays kommentierte, dass der Managementwechsel überfällig war und positiv aufgenommen werden dürfte.
Im Gegensatz dazu verlor Fielmann 3,9 Prozent und setzte damit den Abwärtstrend fort. Es bestehen Bedenken seitens der Anleger, dass die kürzlich bestätigten Jahresziele der Optikerkette zu ambitioniert sein könnten.

