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DAX-Verlierer 2024: Welche Aktien jetzt eine zweite Chance verdienen

27. Januar 2025, 20:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Einige der größten Verlierer im DAX verzeichnen Kursverluste von bis zu 42 Prozent. Ob sich daraus spannende Rendite-Chancen ergeben, zeigen die Geschäftsmodelle und Prognosen im Detail.

Verluste mit Potenzial: Ein DAX-Rückblick

2024 war ein Rekordjahr für den DAX: Ein Gesamtplus von 19 Prozent machte deutsche Blue-Chips zu attraktiven Anlagezielen. Doch nicht alle Unternehmen konnten von der Rallye profitieren. Während einige Titel um mehr als 50 Prozent zulegten, gab es auf der Verliererseite Einbrüche zwischen 26 und 42 Prozent.

Die größten Kursrückgänge bieten jedoch nicht selten spannende Einstiegsmöglichkeiten – vorausgesetzt, die Unternehmen schaffen eine Kehrtwende. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass selbst schwer angeschlagene Werte enorme Comebacks feiern können. Ein genauer Blick auf die größten Verlierer 2024 zeigt, wo sich jetzt Chancen für mutige Anleger eröffnen könnten.

1. Porsche AG: Luxusprobleme statt Luxusimage

Mit einem Minus von 26,9 Prozent gehörte Porsche zu den schwächsten DAX-Titeln des Jahres. Anleger hatten gehofft, dass der Luxuswagenhersteller an den Erfolg seines Vorbilds Ferrari anknüpfen könnte. Doch die Realität sieht anders aus: Die Abhängigkeit von Mutterkonzern Volkswagen, der drohende Handelskrieg mit den USA und strukturelle Herausforderungen belasten die Aktie.

Trotzdem bleibt Porsche ein hochprofitables Unternehmen. Mit einer Nettoumsatzrendite von über 10 Prozent schlägt der Autobauer VW und Mercedes deutlich. Analysten sehen Potenzial: Mit einem prognostizierten Gewinn von 4,6 Milliarden Euro für 2025 und einem durchschnittlichen Kurspotenzial von 26 Prozent könnte sich der Kurs erholen – vorausgesetzt, geopolitische Risiken und operative Probleme werden erfolgreich gemanagt.

2. RWE: Der Kampf um die USA

Die Aktien des Energiekonzerns RWE verloren 30 Prozent ihres Werts, trotz eines Rekordjahres bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ein Hauptgrund für den Rückgang ist die Unsicherheit in den USA: Donald Trumps Rückkehr zur Macht könnte Projekte im Bereich Wind- und Solarenergie gefährden.

Dennoch bleibt RWE ein Vorreiter in der Energiewende. Mit einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,5 und einem durchschnittlichen Kurspotenzial von 45 Prozent laut Analysten könnten Anleger hier auf einen Turnaround setzen. Doch die Entwicklungen in den USA werden den Erfolg maßgeblich beeinflussen.

3. Delivery Hero: Ein Comeback in Sicht?

Neu in der Liste der Verlierer ist Delivery Hero. Der Essenslieferant verlor 2024 mehr als 27 Prozent, da die Marktsättigung und steigende Finanzierungskosten den Expansionskurs des Unternehmens bremsten. Die hohe Abhängigkeit von verschuldetem Kapital machte sich besonders in einem Jahr steigender Zinsen bemerkbar.

Trotzdem bleibt Delivery Hero in wichtigen Märkten wie Asien und dem Nahen Osten dominant. Das Geschäftsmodell hat weiterhin Potenzial, insbesondere wenn es dem Management gelingt, die Profitabilität durch Kostensenkungen und höhere Margen zu steigern. Analysten sind vorsichtig optimistisch, mit einem durchschnittlichen Kurspotenzial von 20 Prozent.

4. Brenntag: Solide Dividenden trotz Chemiekrise

Brenntag, der weltgrößte Chemikalienhändler, musste einen Kursverlust von 30,4 Prozent hinnehmen. Die niedrigen Weltmarktpreise für chemische Grundstoffe belasten das Unternehmen stark. Trotzdem konnte Brenntag seine starke Dividendentradition fortsetzen und plant, auch 2025 eine Dividende von 2,20 Euro pro Aktie auszuschütten, was einer Rendite von knapp 4 Prozent entspricht.

Langfristig bleibt Brenntag gut positioniert: Als globaler Chemikalienhändler mit breiter Kundenbasis profitiert das Unternehmen von einer allgemeinen Erholung der Chemiebranche. Analysten prognostizieren ein Kurspotenzial von 30 Prozent, was die Aktie für geduldige Anleger interessant macht.

5. Bayer: Hoffnung auf den Turnaround

Mit einem Minus von 42,6 Prozent war Bayer 2024 der größte Verlierer im DAX. Die Altlasten der Monsanto-Übernahme und milliardenschwere Schadensersatzforderungen belasten den Konzern weiterhin. Doch die Bewertung der Aktie ist historisch niedrig: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 4,5 gehört Bayer zu den günstigsten Pharmawerten weltweit.

Die große Hoffnung liegt in der Pipeline neuer Pharmawirkstoffe und einer Stabilisierung der Agrarsparte. Sollte Bayer seine Glyphosat-Klagen in den Griff bekommen und die operativen Ergebnisse verbessern, könnte die Aktie erhebliches Aufholpotenzial haben. Analysten sehen ein durchschnittliches Kurspotenzial von 25 Prozent.

Finanzen / Börse
[InvestmentWeek] · 27.01.2025 · 20:00 Uhr
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