Bitcoin Kurs könnte um 60% fallen: Warnung vor einer "großen Bullenfalle"

Trotz der Erholung des Bitcoin-Kurses über die entscheidende Schwelle von $90.000 – einem Niveau, das historisch als unterstützende Grundlage für die Kryptowährung diente – zeigt der Markt Anzeichen dafür, dass eine weitere Korrektur bevorstehen könnte.
Ist die Erholung des Bitcoin-Kurses gefährdet?
Marktexperte Rekt Fencer hat kürzlich auf der Social-Media-Plattform X, ehemals bekannt als Twitter, darauf hingewiesen, dass der Bitcoin-Kurs eine „massive Bullenfalle“ bilden könnte.
Dieser Begriff bezieht sich auf ein trügerisches bullisches Signal, bei dem der Kurs kurzzeitig eine Widerstandsmarke, in diesem Fall die $90.000, überschreitet, um dann in einen Rückgang zu münden. Solche Bewegungen können Investoren, die am Höhepunkt gekauft haben, in eine Falle locken, was zu erheblichen Verlusten führen kann.
Fencer wies auf ein beunruhigendes Muster hin, das an Anfang 2022 erinnert, als Bitcoin seine 50-Wochen-Gleitender-Durchschnitt (GD) – der derzeit über $102.300 liegt – zurückgewann, bevor ein starker Rückgang von etwa 60% folgte und der Kurs im Juni desselben Jahres auf unter $20.000 fiel.
Er wies darauf hin, dass die jüngste Kurs-Erholung nach größeren Rückgängen auf $84.000 nicht als Signal für einen kurzfristigen Erfolg interpretiert werden sollte, insbesondere da sich der Bitcoin-Kurs derzeit unter dem 50-Wochen-GD befindet.
Sollten sich historische Trends wiederholen, könnte dies bedeuten, dass Bitcoin einen erheblichen Rückgang sehen könnte, möglicherweise auf etwa $36.200, was möglicherweise den Tiefpunkt des Bärenzyklus für die Kryptowährung darstellt. Andererseits gibt es Analysten, die einen bullischen Ausblick beibehalten.
BTC-Tiefpunkt in Sicht?
Marktforscher und Analyst Miles Deutscher äußerte sich zuversichtlich und erklärte, dass er glaubt, es gebe eine 91,5% Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin-Kurs seinen Tiefpunkt erreicht hat, basierend auf seiner Analyse wichtiger Entwicklungen.
Er stellte fest, dass die letzten Wochen von negativen Nachrichten dominiert wurden, einschließlich Bedenken bezüglich Tether (USDT) und den Auswirkungen der Maßnahmen Chinas auf Krypto, was seiner Ansicht nach oft lokale Kurstiefs markiert.
Darüber hinaus wies Deutscher auf eine Verschiebung der Marktströme von überwiegend bärisch zu bullisch hin. Er erklärte, dass das Handelsumfeld kürzlich eine Wiederbelebung des Kaufmomentums erfahren habe, wobei große Investoren, oder „OG Wale“, ihren Verkauf einstellten. Diese Veränderung wurde in den Orderbüchern reflektiert und deutet auf eine mögliche Stabilisierung der Marktsentiments hin.
Zusätzlich scheint sich die Liquiditätslandschaft zu verschieben und die Marktbedingungen haben sich in den letzten Monaten verschärft. Die mögliche Ernennung eines neuen Fed-Vorsitzenden, der für eine lockere Geldpolitik bekannt ist, zusammen mit dem offiziellen Ende der quantitativen Straffung (QT) könnte die Marktdynamik weiter zugunsten der Käufer beeinflussen.
Deutscher schloss mit der Betonung, dass angesichts der extremen Ebenen von Angst, Unsicherheit und Zweifel (FUD) auf dem Markt, kombiniert mit Verbesserungen in den Handelsströmen, die Chancen zugunsten der Annahme stehen, dass der Bitcoin-Kurs tatsächlich seinen Tiefpunkt erreicht hat.

