DAX trotzt geopolitischer Spannung und bleibt im Aufwind
Die deutsche Börse scheint ihren vielversprechenden Start ins Jahr fortzusetzen, trotz der geopolitischen Unruhe in Südamerika. Unterstützung erhalten die Märkte aus Asien, wo die ersten Handelstage in Japan und China mit eindrucksvollen Gewinnen endeten.
Am Montagmorgen zeigte der X-Dax ein Plus von 0,4 Prozent auf 24.644 Punkte, was den DAX weiter in Richtung seines historischen Höchststands von 24.771 Punkten bringt. Das vergangene Jahr 2025 war für den deutschen Leitindex mit einem beeindruckenden Zuwachs von 23 Prozent ein großer Erfolg.
Auch wenn die Ölpreise am Montagmorgen leicht zurückgingen, könnte das Planspiel von US-Präsident Donald Trump, die Ölproduktion in Venezuela wieder anzukurbeln, langfristig für niedrigere Preise sorgen. Dies dürfte der deutschen Wirtschaft zugutekommen, die ohnehin von der Hoffnung auf eine Belebung im neuen Jahr getragen wird.
Analyst Frank Sohlleder von Activtrades verweist auf den attraktiven Bewertungsstand des DAX im Vergleich zu den überbewerteten US-Indizes. Eine Kapitalrotation könnte Investoren dazu bewegen, Mittel aus den USA abzuziehen und in günstigere europäische Blue Chips zu investieren.
Die Woche wird dominiert von anstehenden Wirtschaftsdaten. Am Dienstag stehen die deutschen Inflationszahlen im Fokus, während am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten erwartet werden, die entscheidend für die nächste Geldpolitik der Fed sind.
Unternehmensspezifisch könnte Nordex das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Der Windturbinenbauer hat sich zwei lukrative Aufträge über insgesamt 508 Megawatt aus Kanada gesichert, was die Lieferung von 73 Windenergieanlagen nach sich ziehen wird.

