DAX startet verhalten in die Vorweihnachts-Handelswoche

In die verkürzte Handelswoche vor Weihnachten geht der DAX nahezu unverändert an den Start. Rund zwei Stunden vor Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex vom Broker IG bei 24.265 Punkten gesehen – ein leichter Rückgang von 0,1 Prozent im Vergleich zum Freitagsschluss. Die Aktivitäten der Großanleger, die ihre Investitionspläne für 2025 bereits abgeschlossen haben, sind gering, was auf eine insgesamt ruhige Woche hindeutet. Im Bereich der Einzelwerte hingegen könnte es aufgrund geringer Handelsvolumina in der zweiten und dritten Börsenreihe zu größeren Bewegungen kommen.
In der vergangenen Woche zeigte der DAX Auftrieb durch die Erholung über die 24.000-Punkte-Marke. Diese Bewegung wurde maßgeblich von einer Leitzinssenkung in den USA und positiven US-Inflationsdaten beeinflusst, die die Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungen im Jahr 2026 schürten. Die Europäische Zentralbank ließ ihren Leitzins unverändert, was der Eurozone mit ihren Konjunkturhoffnungen für 2026 weiterhin Zugang zu günstigen Finanzierungsbedingungen verschafft.
In Bezug auf die geopolitische Lage kommt es derzeit zu keinen bedeutenden Entwicklungen beim russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff äußerte sich nach Gesprächen in Miami zwar positiv über den Dialog mit der russischen Seite, jedoch blieb ein entscheidender Durchbruch aus.
Am Montag stehen zudem umfangreiche Veränderungen innerhalb der DAX-Familie an. Neue Mitglieder im MDAX sind die Börsenneulinge Aumovio und TKMS, während Gerresheimer und Hellofresh in den kleineren SDAX wechseln. Der SDAX umfasst nun zusätzlich Unternehmen wie Ottobock, Tonies, Verbio und PSI Software. Den SDAX verlassen müssen hingegen LPKF, Stratec, Thyssenkrupp Nucera, Formycon, Procredit und Amadeus Fire. Im DAX selbst gibt es keine Veränderungen.

