Dax mit moderatem Anstieg – US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Der Dax setzte seinen Erholungskurs mit gedrosseltem Schwung fort und notierte am Nachmittag bei einem Plus von 0,11 Prozent auf 23.796 Punkte. Obwohl US-Arbeitsmarktdaten schwach ausfielen und Spekulationen über eine kommende Leitzinssenkung nährten, blieben größere Impulse für den Markt aus. Die aktuelle Konjunkturlage in den USA wirft angesichts der schwächeren Arbeitsmarktdaten Fragen auf und könnte die Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung befeuern. Die Marktteilnehmer beobachten weiterhin die Entwicklungen an den Anleihemärkten, die kürzlich durch Hoffnungen auf eine stabilisierende Geldpolitik beruhigt wurden.
Auf Wochensicht bewegt sich der Dax insgesamt leicht im Minus. Der MDax konnte dagegen um 0,88 Prozent auf 30.054 Punkte zulegen und auch der EuroStoxx 50 verzeichnete einen kleinen Anstieg von 0,19 Prozent. Die wirtschaftlichen Aussichten in den USA sind von einem nur noch schwachen Stellenaufbau geprägt, was die Erwartung einer Zinssenkung durch die US-Notenbank stärkt. Analysten erwarten, dass die Federal Reserve trotz eines moderaten Inflationsanstiegs den Leitzins nicht erheblich senken wird. Dies könnte Investitionsfreude und Kreditnachfrage anregen, was sich positiv auf die Wirtschaft auswirken sollte.
In der Folge stiegen die Preise für Industriemetalle wie Kupfer und Aktien konjunktursensibler Stahlhersteller wie Thyssenkrupp und Salzgitter sprangen entsprechend in die Höhe. Getrieben durch positive Nachrichten aus den USA verzeichnete der Dax auch Zugewinne bei Infineon, was auf die erfreulichen Geschäftszahlen des US-Chipriesen Broadcom zurückzuführen ist. Auch im SDax war Bewegung: Sixt konnte nach einer Kaufempfehlung durch die UBS um 3,4 Prozent zulegen. Die Analysten hoben die positiven Effekte eines verbesserten Flottenmanagements hervor.

