Dax mit Hoffnungsschimmer – Blick auf Arbeitsmarkt und Autobauer
Nach zwei schwachen Handelstagen zeichnet sich am Dienstag für den Dax eine Erholungsbewegung ab. Zwar dürften angesichts gemischter internationaler Börsenvorgaben nur verhaltene Kaufimpulse zu erwarten sein, dennoch prognostiziert der X-Dax kurz vor Handelsbeginn ein Plus von 0,6 Prozent auf 23.807 Punkte. Damit könnte der deutsche Leitindex die wichtige 21-Tage-Trendlinie überwinden.
Auch der EuroStoxx 50 wird mit Zugewinnen erwartet. Am Vortag konnte nur der Dow Jones Industrial in New York Gewinne verzeichnen, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 leichte bzw. deutliche Verluste hinnehmen mussten. Auch in Asien zeigte sich zuletzt ein uneinheitliches Bild der Aktienindizes.
Für weiteren Zündstoff könnte am Nachmittag der ADP-Arbeitsmarktbericht sorgen, der als wichtiger Indikator für die US-Geldpolitik gilt. Der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung folgt dann am Donnerstag. Ein besonderes Augenmerk liegt am Dienstag auf den deutschen Autobauern, die im Zuge aktueller US-Absatzzahlen für das zweite Quartal verstärkt in den Fokus rücken.
Die bevorstehenden hohen US-Importzölle hatten den Neuwagenabsatz kurzzeitig gestützt, führten jedoch letztlich nur zu einem vorübergehenden Nachfrageanstieg. Laut J.D. Power stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr insgesamt an. Dennoch meldeten Volkswagen, Porsche und Audi deutliche Rückgänge. BMW schnitt mit einem moderaten Minus ähnlich ab, während Mercedes Benz mit bemerkenswertem Wachstum hervorstechen konnte.
Auf Analystenebene könnten positive Einschätzungen der US-Bank JPMorgan Munich Re Auftrieb geben, da Analyst Kamran Hossain positive Überraschungen bei den Kapitalerträgen erwartet. Vorbörslich stiegen die Munich Re-Aktien auf Tradegate deutlich an. Bei DHL hingegen sorgte die Branchenschwergewichtsbank HSBC mit einer Abstufung auf „Hold“ für Druck.
Zudem könnte ein negatives Rating von Oddo BHF Suss Microtec belasten.

