Dax in schwerem Fahrwasser: Importzölle belasten, Aktienmarkt schwächelt
Der deutsche Aktienindex Dax steht zum Wochenausklang erneut unter Druck. Die vorbörslichen Indikationen lassen ein Abgleiten um 0,5 Prozent auf 22.575 Punkte erwarten, was den dritten Verlusttag in Folge manifestieren würde. Auf Wochensicht könnte sich der Rückgang somit auf 1,4 Prozent summieren – ein ähnliches Bild zeichnet sich im EuroStoxx 50 ab, der ebenfalls in den roten Zahlen erwartet wird.
Am Donnerstag hat der Dax den wichtigen Kampf um die 21-Tage-Linie verloren, gedrückt durch die Ankündigung neuer US-Importzölle auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile. Trotz deutlicher Tagesverluste bleibt der Index innerhalb einer Konsolidierungsphase um das Rekordhoch von 23.476 Punkten. Solange die Unterstützungslinie bei 22.300 Punkten nicht unterschritten wird, bleibt Hoffnung auf eine Stabilisierung.
Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners, betont die politische Prägung des aktuellen Marktes, der sich durch eine hohe Volatilität auszeichne. Fachleute der Helaba warnen vor einer gedämpfteren Marktstimmung und sehen ein erhöhtes Risiko für Korrekturen, während der übergeordnete Aufwärtstrend fortbesteht.
Aktien von Ionos sind vorbörslich unter Druck, da Warburg Pincus ein großes Aktienpaket platziert. Trotz eines geringen Abschlags zum letzten Schlusskurs, wird die erhöhte Liquidität positiv gesehen. Auch Energiekontor-Papiere könnten verlieren, nachdem endgültige Jahreszahlen vorgelegt wurden.
GFT Technologies plant derweil einen Aktienrückkauf, was als positives Signal gewertet wird. Beim Technologiekonzern Jenoptik verursachte eine Herabstufung durch die Deutsche Bank Kursverluste, da die Kaufempfehlung gestrichen wurde.

