DAX im historisch schwachen Monat: Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten gerichtet
Der September gilt traditionell als herausfordernder Monat für den DAX, was die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten aus den USA lenkt. Diese Daten könnten wichtige Hinweise darauf geben, in welche Richtung die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik steuern wird.
Martin Hartmann von der Commerzbank betont die Bedeutung der am Freitag anstehenden Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten und verweist auf die unerwartet schwachen Korrekturen der vorherigen Monate, die in der Vergangenheit sogar zur Neubesetzung der Leitung der Statistikbehörde führten. Die Finanzmärkte erwarten momentan eine moderate Zinssenkung durch die Fed, abhängig von den kommenden Beschäftigungszahlen.
Analyst Elmar Völker von der LBBW äußert, dass ein deutliches Stellenplus notwendig wäre, um die Fed möglicherweise von einer Finanzlockererung abzubringen. In einer Woche, die von wenigen Unternehmensneuigkeiten geprägt ist, erwartet die Commerzbank in den kommenden Tagen eine prinzipielle Marktstabilität.
Am Montagmorgen zeigt sich der DAX leicht erholt und baut damit auf der leichten Konsolidierung der Vorwoche auf, während der S&P 500 in den USA nur einen kleinen Rückgang verzeichnete. Historisch gesehen hat der DAX im September oft Verluste eingefahren, was die Spannung hinsichtlich der kommenden Wochen zusätzlich erhöht. Thomas Koch von der Deutschen Börse AG weist zudem darauf hin, dass wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine weitere Einflüsse auf die Marktbewegungen haben könnten, darunter auch die nächste Zinssitzung der Fed am 17. September.

