Dax auf Rekordjagd: Politische und wirtschaftliche Spannungen prägen die Börsenwoche
Die Blicke der Investoren richten sich gespannt auf den deutschen Aktienmarkt, da der Dax sich in Schlagdistanz zu seinem bisherigen Rekordhoch von 24.639 Punkten bewegt. Vor allem das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin, das über mögliche Friedensverhandlungen zur Ukraine handelt, sorgt für Ungewissheit und könnte die Richtung des Indizes weiter beeinflussen.
Finanzanalyst Martin Hartmann von der Commerzbank erwartet, dass der Ausgang des Gipfeltreffens, sei er auch nur symbolisch, kurzfristige Bewegungen an den Märkten auslösen könnte. Konkrete Veränderungen wären jedoch erst bei klar definierten Vereinbarungen zu erwarten. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit bezüglich der Handelspolitik angesichts ausgesetzter US-Zölle auf chinesische Waren und potenzieller neuer Zollregelungen bestehen.
Mit dem Abklingen der Quartalsberichtssaison verschiebt sich der Fokus auf die verbleibenden Geschäftszahlen der 'zweiten und dritten Reihe'. Unternehmen wie Stratec, Baywa und CTS Eventim stehen im Rampenlicht, während die Investoren parallel ihre Aufmerksamkeit auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed lenken. Der Markt bereitet sich auf mögliche Zinssenkungen vor, wobei sowohl Verbraucher- als auch Erzeugerpreise die Erwartungen beeinflussen.
Die Diskussion um eine aktivere Rolle der US-Administration bei der Zinspolitik nimmt Fahrt auf. US-Finanzminister Scott Bessent hat kürzlich eine deutliche Zinssenkung gefordert, was beim Notentreffen in Jackson Hole ein heißes Thema sein dürfte. Gleichzeitig stehen wichtige ökonomische Datenveröffentlichungen an, die weiteren Aufschluss über die wirtschaftliche Lage in Deutschland und dem Euroraum geben könnten.

