Daimler Truck: Sanktionen Russlands ohne Einfluss auf das Geschäft
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck sieht sich mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: Russland hat das Unternehmen kürzlich auf eine Sanktionsliste gesetzt. Doch wie ein Sprecher von Daimler Truck beruhigend mitteilt, haben diese Maßnahmen keinerlei Auswirkungen auf das aktuelle Geschäft des Unternehmens.
Der DAX-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart betonte, dass seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sämtliche Geschäftsaktivitäten in Russland eingestellt wurden. Die Veröffentlichung des russischen Sanktionsbeschlusses erfolgte am Montag, während der eigentliche Erlass bereits am Freitag erlassen wurde.
Eine offizielle Begründung für die Aufnahme auf die Liste blieb aus, jedoch berichtete die Regierungszeitung "Rossiskaja Gaseta" über Lieferungen von militärschen Lkw des Unternehmens an die ukrainischen Streitkräfte. Diese Angaben wurden von einem Sprecher von Daimler Truck bestätigt.
Im Zuge des Krieges hatte der Westen Sanktionen gegenüber Moskau eingeführt, woraufhin der Kreml mit einer eigenen Sanktionsliste reagierte. Mit den gelisteten westlichen Unternehmen, darunter auch Daimler Truck, ist der Handel untersagt, und sämtliche Zahlungsverpflichtungen werden annulliert.
Bereits vor der Sanktionierung hatte Daimler Truck sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Russland beendet und zusammen mit der Mercedes-Benz Group die Beteiligung am russischen Lkw-Produzenten Kamaz verkauft.

