Dänemark und USA: Diplomatie in der Arktis im Fokus
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat anlässlich der Spannungen mit den USA um Grönland die Unterstützung ihrer Regierung für die arktische Insel bekräftigt. In Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, versicherte sie der dortigen Bevölkerung, dass Dänemark in den herausfordernden Zeiten fest an ihrer Seite stehe. Frederiksen betonte, dass die derzeitige Situation alles andere als einfach sei.
Zusammen mit Jens-Frederik Nielsen, dem grönländischen Regierungschef, plant Frederiksen, die diplomatischen und politischen Wege zu stärken, um eine Lösung für die aktuelle Krise zu finden. Ihre Reise nach Nuuk erfolgte direkt im Anschluss an den EU-Sondergipfel in Brüssel, bei dem das Thema ebenfalls auf der Agenda stand.
Erfreuliche Nachrichten kamen unterdessen aus Davos. US-Präsident Donald Trump verkündete auf dem Weltwirtschaftsforum, dass er keine gewaltsame Lösung im Grönlandkonflikt anstrebe. Auch seine Drohungen mit Strafzöllen gegen europäische Länder wie Dänemark und Deutschland nahm er zurück. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte wurde der Rahmen für zukünftige Vereinbarungen über Grönland und die Arktisregion abgesteckt.
Frederiksen begrüßte, dass die Arktis-Sicherheit im Fokus der Nato steht. Sie unterstrich, dass die Allianz schon lange daran arbeite, ihr Engagement in der Region zu verstärken. Der Nato-Generalsekretär habe jedoch kein Mandat, im Namen von Dänemark oder Grönland Verhandlungen zu führen.
Indessen hat das dänische Militär mit der Durchführung der Übung "Arctic Endurance" begonnen, die bis Jahresende in Grönland stattfindet und an der auch weitere Nato-Verbündete beteiligt sind. Gemeinsam mit internationalen Partnern wie Deutschland, Norwegen, Schweden und Großbritannien waren Soldaten zu Erkundungsmissionen in Grönland gereist, um sich auf die Manöver vorzubereiten.

