Continental im dritten Quartal: Prognosen bestätigt trotz Sonderbelastungen
Der Reifen- und Kunststoffspezialist Continental zeigt sich für das dritte Quartal optimistisch mit Blick auf die firmeneigene Prognose. Das Reifengeschäft, als einer der Hauptumsatztreiber, soll sich erwartungsgemäß stabil auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die operative Marge schwebt ebenfalls im angestrebten Rahmen, wenngleich leicht zum unteren Rand der Spanne von 12,5 bis 14,0 Prozent neigt. Erleichterung versprechen die auf 15 Prozent reduzierten US-Einfuhrzölle, die im Gegensatz zu vorhergehenden höheren Abgaben einen positiven Einfluss ausüben. Diese Entspanntheit wird jedoch erst im Schlussquartal des Halbjahres vollständig spürbar.
Im Rahmen eines sogenannten "pre-close calls" bereitet sich Continental auf den Stillstand der Kommunikation mit dem Finanzmarkt vor, der mit der Zahlenveröffentlichung gewöhnlich vonstattengeht. Der Konzern aus Hannover betont, dass die Informationen aus dem Briefing keine Neuigkeiten zum eigenen Abschneiden bieten, sondern eher allgemein bekannte Daten zusammentragen.
Wegen der jüngsten Abspaltung der Autoteilesparte Aumovio wird mit Sonderaufwendungen im mittleren, dreistelligen Millionen-Euro-Bereich gerechnet. Zudem sind aus dem Verkauf der Kunststofftechnik-Geschäfte, welche etwa Schlauchsysteme an Autounternehmen liefern, nur geringfügige Barmittelzuwächse zu erwarten. Die Entlastung der Bilanz wird durch negative Sondereffekte im gleichen Ausmaß getrübt. Interessant ist, dass diese Sondereffekte im bereinigten operativen Ergebnis nicht berücksichtigt werden und keine tatsächlichen Geldflüsse verursachen.

