Commerzbank auf Wachstumspfaden: Clevere Zukäufe statt übereilter Übernahmen
Die Commerzbank steht auf der Suche nach Möglichkeiten, den Unternehmenswert für ihre Aktionäre nachhaltiger zu steigern, so Bettina Orlopp, die Vorstandsvorsitzende der Bank. Sie verspricht dabei, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen, um einer möglichen Übernahme durch die italienische UniCredit zu entgehen.
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos äußerte Orlopp gegenüber Bloomberg TV das strategische Ziel, kleinere, ergänzende Akquisitionen ins Auge zu fassen, die das bestehende Geschäftsmodell stärken sollen. Diese Strategie solle eine überzeugende Alternative zu einem größeren Zusammenschluss darstellen und die Unabhängigkeit der Bank sichern.
Um Investorinnen und Investoren weiter zu überzeugen, hat Orlopp die Ziele für Profitabilität und Ausschüttungen erhöht. Detaillierte Ausführungen zu ihrer Strategie werden für einen kommenden Investorentag erwartet.
Derweil hat die deutsche Regierung ihre ablehnende Haltung gegenüber einer möglichen Übernahme durch UniCredit bekräftigt. Andrea Orcel, CEO von UniCredit, hat durch jüngste Aktienkäufe - hauptsächlich über Derivate - den Anteil an der Commerzbank auf 28% erhöht.
Gegenüber Bloomberg TV erklärte Orcel, dass er jederzeit die Verhandlungen abbrechen würde, sollten sich die Bedingungen als unattraktiv erweisen.

