Code UltraViolet angekündigt: TeamKill Media setzt trotz vernichtender Kritik auf Dinosaurier-Horror-Fortsetzung
Code Violet, das kürzlich erschienene Dinosaurier-Survival-Horror-Spiel von TeamKill Media, erhält eine Fortsetzung – trotz katastrophaler Kritiken und einer Durchschnittswertung, die kaum schmeichelhafter sein könnte. Code UltraViolet wurde via Social Media angekündigt, begleitet von einer Grafik, die das Logo und einen Teil eines Frauengesichts zeigt. Violet Sinclair kehrt als Protagonistin zurück, doch Details zu Handlung, Gameplay oder Plattformen bleiben vorerst verborgen. TeamKill Media verspricht zudem „mehrere aufregende Projekte“ und kündigt baldige Enthüllungen an. Die Ankündigung wirft Fragen auf: Warum investiert das Studio in eine Fortsetzung eines Spiels, das von Kritikern zerrissen wurde? Und kann Code UltraViolet die gravierenden Mängel des Vorgängers beheben?
Violet kehrt zurück: Fortsetzung trotz desaströser Wertungen
Code Violet erschien im Januar 2026 exklusiv für PlayStation 5 und tauchte Spieler in eine düstere Zukunft im 25. Jahrhundert, in der Protagonistin Violet Sinclair auf der Kolonie Aion gegen Dinosaurier ums Überleben kämpft. Das Spiel versprach eine spirituelle Nachfolge zu Capcoms legendärem Dino Crisis, scheiterte jedoch auf nahezu allen Ebenen. Kritiker bemängelten fehlende Gegnervarianz, repetitives Leveldesign, katastrophale Kamerawinkel und langweilige Erkundungs- sowie Kampfmechaniken – unsere eigene Bewertung fiel mit 3 von 10 Punkten vernichtend aus. Selbst solide Grafik und Audiodesign konnten diese fundamentalen Schwächen nicht kompensieren. Dennoch kündigte TeamKill Media nun Code UltraViolet an, die direkte Fortsetzung von Violets Geschichte. „Dank des überwältigenden Erfolgs von Code Violet und der unglaublichen Unterstützung von euch allen bestätigen wir offiziell, dass die Entwicklung des nächsten Kapitels von Violets Geschichte begonnen hat“, schrieb das Studio auf X. Die Formulierung „überwältigender Erfolg“ wirkt angesichts der Kritiken euphemistisch – möglicherweise bezieht sich TeamKill auf kommerzielle Verkaufszahlen, die nicht öffentlich sind.
TeamKills ambitionierte Strategie: Mehrere Projekte parallel trotz gemischter Erfolge
Code UltraViolet ist nicht das einzige Eisen, das TeamKill Media im Feuer hat. Das Studio bestätigte, an „mehreren aufregenden Projekten“ zu arbeiten, deren Ankündigungen „sehr bald“ folgen sollen. Diese Strategie spiegelt TeamKills bisherigen Ansatz wider: Parallel zu Code Violet entwickelt das Studio bereits Quantum State, den zweiten Teil der geplanten Quantum Error-Trilogie. Quantum Error, ein Feuerwehr-themierter Survival-Horror-Titel aus dem Jahr 2109, in dem künstliche Intelligenz omnipräsent ist, bildete den Auftakt dieser Reihe. Spieler übernehmen die Rolle von Jacob Thomas, der reagieren muss, als eine Monad-Anlage attackiert wird und in Flammen aufgeht. Quantum State wurde als „filmischer Third-Person-Shooter mit starkem Fokus auf Erzählung und Schleichen“ beschrieben. Zusätzlich veröffentlichte TeamKill im September 2024 das kleinere Projekt Son and Bone, in dem Sheriff Sam Judge gegen Raptoren, Triceratops und sogar Tyrannosaurus Rex antritt. Diese Produktionsstrategie ist ambitioniert, birgt aber Risiken: Mehrere Projekte gleichzeitig zu stemmen, während die bisherigen Titel gemischte bis negative Rezensionen ernten, könnte Ressourcen überdehnen.
Plattformfrage ungeklärt: Bleibt Code UltraViolet PlayStation-Exklusiv?
TeamKill Media hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob Code UltraViolet wie sein Vorgänger eine PlayStation 5-Exklusivität genießen wird oder eine plattformübergreifende Veröffentlichung plant. Code Violet war ursprünglich als PS5-Exklusivtitel konzipiert, was die Reichweite limitierte – eine mögliche Erklärung für die begrenzte mediale Aufmerksamkeit trotz des einzigartigen Dinosaurier-Horror-Settings. Eine Expansion auf Xbox Series X/S und PC könnte Code UltraViolet helfen, eine breitere Spielerbasis zu erreichen und die kommerziellen Chancen zu erhöhen. Allerdings könnte eine Exklusivitätsvereinbarung mit Sony weiterhin bestehen, zumal solche Deals oft mehrere Titel umfassen. Die Entscheidung wird entscheidend sein: Während Exklusivität Marketingvorteile und finanzielle Unterstützung bieten kann, schränkt sie potenzielle Verkaufszahlen erheblich ein – besonders für ein Studio, dessen bisherige Titel polarisierten.
Kann Code UltraViolet die Fehler des Vorgängers korrigieren?
Die zentrale Frage lautet: Wird TeamKill Media aus den Fehlern von Code Violet lernen? Die Hauptkritikpunkte waren klar: mangelnde Gegnervarianz machte Kämpfe monoton, repetitives Leveldesign erstickte Erkundungsdrang, frustrierende Kamerawinkel erschwerten die Orientierung, und stumpfe Kampf- sowie Rätseldesigns boten wenig Befriedigung. Ein 20-minütiger Gameplay-Trailer vor Launch zeigte zwar verschiedene Aspekte wie Inventarverwaltung und den Kampf durch den Aion Bioengineering Complex, konnte aber nicht über die strukturellen Schwächen hinwegtäuschen. Für Code UltraViolet muss das Studio diese fundamentalen Probleme angehen: diversere Dinosaurier-Gegner mit einzigartigen Verhaltensmustern, abwechslungsreichere Umgebungen, eine überarbeitete Kamera und durchdachtere Mechaniken. Die Ankündigung so kurz nach dem Launch des kritikgeprägten Vorgängers deutet entweder auf großes Selbstvertrauen hin – oder auf kommerzielle Notwendigkeit, die Marke schnell zu etablieren, bevor das Interesse schwindet.
Von Dino Crisis-Aspirationen zur Realität: TeamKills steiniger Weg
TeamKill Media positionierte Code Violet als spirituellen Nachfolger von Capcoms Dino Crisis – eine kühne Behauptung, die enorme Erwartungen weckte. Dino Crisis bleibt ein geliebter Klassiker, dessen Mischung aus Survival-Horror und prähistorischen Bedrohungen Kultstatus genießt. Code Violet scheiterte daran, diese Erwartungen zu erfüllen, was die Ankündigung von Code UltraViolet umso riskanter macht. Entweder plant TeamKill eine dramatische Überarbeitung basierend auf Feedback, oder das Studio unterschätzt die Tiefe der Probleme. Die Tatsache, dass das Studio gleichzeitig an mehreren Projekten arbeitet, lässt vermuten, dass Code Violet trotz Kritiken kommerziell ausreichend erfolgreich war, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen – oder dass externe Finanzierung die Entwicklung ermöglicht. Bis konkrete Gameplay-Details oder Trailer zu Code UltraViolet auftauchen, bleibt Skepsis angebracht.

