Chip-Riese Infineon hält Kurs beim Bau in Dresden trotz geringerer Gewinne
Die Fertigstellung des Rohbaus der neuen Infineon-Chipfabrik in Dresden schreitet planmäßig voran, wie das Unternehmen bekannt gab. Nachdem die abschließende Bestätigung der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium eingegangen ist, können die Vorbereitungen für die Produktion in der sogenannten 'Smart Power Fab' weiter vorangetrieben werden.
Der Produktionsstart ist bereits für das kommende Jahr angesetzt. Für den Bau der Fabrik sind Investitionen in der Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro vonseiten Infineons sowie staatliche Fördergelder in Höhe von rund einer Milliarde Euro geplant. Durch diese Offensive werden bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze direkt in der Fabrik und zahlreiche weitere im Umfeld geschaffen.
Mit diesem Ausbau reagiert Infineon auf die zunehmende Nachfrage nach Halbleitern in den Bereichen erneuerbare Energien, Rechenzentren und Elektro-Mobilität. Der aktuelle Geschäftsgang des Unternehmens zeigt sich jedoch als herausfordernd: Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Infineon einen Gewinnrückgang auf 232 Millionen Euro, was einem Minus von 41 Prozent im Jahresvergleich entspricht.
Der Umsatz blieb mit 3,6 Milliarden Euro stabil und konnte im Vergleich zum Vorquartal sogar leicht zulegen. Aufgrund von Unsicherheiten bezüglich möglicher Zölle und der Abschwächung des US-Dollars hat Infineon seine Prognosen für das laufende Jahr angepasst. Konzernchef Jochen Hanebeck rechnet nun mit einem leichten Umsatzrückgang und einer geringeren Gewinnmarge, was auch zu einer reduzierten Investitionsbereitschaft führt.
Dies kommt überraschend, da die Erwartungen erst im Februar unter der Annahme eines höheren Dollarkurses angehoben worden waren.

