Chinas Unternehmen in den USA: Gemeinsam stark, aber bitte ohne Preiskampf
Chinesische Unternehmen erobern zunehmend die US-amerikanische Wirtschaft, darunter prominente Marken wie der E-Commerce-Riese Temu und der Kaffeeherausforderer Luckin Coffee, die bei den amerikanischen Verbrauchern immer mehr Anklang finden. Vor diesem Hintergrund betont Peking die Notwendigkeit, unnötige Preiskriege zu vermeiden, die bereits auf dem heimischen Markt zu Verwüstungen geführt haben.
Am Dienstag traf sich Handelsminister Wang Wentao in New York mit Vertretern von über zehn chinesischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie Finanzen, Logistik und E-Commerce. In seinem Aufruf betonte Wang die beeindruckenden Erfolge chinesischer Firmen in den USA, stellte jedoch klar, dass die externe Umsetzung unerbittlicher Konkurrenzpolitik abzulehnen sei. Der Begriff 'Involution', der ein stetiges, aber letztlich wenig nachhaltiges Wettbewerbsverhalten beschreibt, wurde in diesem Zusammenhang als Warnung verstanden.
In den USA haben es besonders preisgünstige chinesische Neueinsteiger wie Luckin Coffee geschafft, Aufmerksamkeit zu erregen. Obwohl ihre Normalpreise den von Starbucks ähneln, locken sie mit erheblichen Rabattaktionen. Solche Strategien, obwohl sie kurzfristig Kunden gewinnen, gelten als wirtschaftlich nicht nachhaltig und könnten langfristig die Rentabilität der Unternehmen gefährden sowie Handelskonflikte mit Washington neu entfachen.
Minister Wang unterstrich die Herausforderungen des globalen Handelns aufgrund von Einseitigkeit und Protektionismus und forderte die Firmen auf, sich proaktiv zu positionieren und auf diversifizierte und regelkonforme Geschäftsstrategien zu setzen. Trotz der schwierigen Lage konnte China in mehreren Verhandlungen mit den USA bedeutende Konsense erzielen.

