China reagiert kritisch auf mexikanische Zollpolitik
Mexikos jüngster Schachzug, Einfuhrzölle bis zu 50 Prozent auf rund 1.500 Waren aus China und weiteren Ländern zu erheben, stößt in Peking auf deutliche Kritik. Das chinesische Handelsministerium gab bekannt, die Entwicklung in Mexiko mit Argusaugen zu verfolgen. Die neuen Zölle, die vom mexikanischen Parlament auf Anraten von Präsidentin Claudia Sheinbaum beschlossen wurden, sollen ab Januar in Kraft treten und zielen darauf ab, die heimische Industrie zu schützen.
Der Grund hierfür liegt in den Auswirkungen der US-Handelspolitik. US-Präsident Donald Trump hat Mexiko wiederholt beschuldigt, ein Einfallstor für chinesische Produkte in die USA zu sein. Trotz des weitgehend zollfreien Handels im Rahmen des USMCA (Nordamerika-Freihandelsabkommen) zwischen den USA, Mexiko und Kanada, wird Mexiko künftig Zölle auf Waren wie Autos, Autoteile, Stahl und Aluminium erheben, wenn mit den entsprechenden Herkunftsländern keine Freihandelsabkommen bestehen. Die USA und die Europäische Union bleiben jedoch verschont.
Die geplanten Zölle betreffen Waren im Wert von 52 Milliarden US-Dollar, was 8,6 Prozent der mexikanischen Gesamteinfuhren entspricht. Aus Peking kam die Aufforderung an Mexiko, seine "falsche Praxis" des Unilateralismus zu überdenken. Zudem erinnerte das chinesische Handelsministerium daran, dass eine im September begonnene Untersuchung zu Handels- und Investitionshürden noch nicht abgeschlossen sei.

