CDU auf Kurs für Wandel: Migrations- und Wirtschaftspolitik unter der Lupe
Die CDU plant trotz interner Kritiken und öffentlicher Proteste, auf ihrem Parteitag am Montag ein umstrittenes Sofortprogramm zu beschließen. Parteichef Friedrich Merz hat mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl in drei Wochen für den Fall seiner Kanzlerschaft eine grundlegende Neuausrichtung versprochen. Diese Veränderungen betreffen primär die Wirtschafts- und Asylpolitik. Er betonte, dass Deutschland einen Kurswechsel benötige und garantierte diesen den Wählerinnen und Wählern im Falle eines Wahlsiegs.
Der Entwurf für das geplante Sofortprogramm sieht vor, direkt nach Regierungsübernahme den fünf Punkte umfassenden Migrationsplan von Merz umzusetzen. Dies soll am Montag von den 1001 Delegierten verabschiedet werden, während Organisationen wie Fridays for Future und Zusammen gegen Rechts mit Gegendemonstrationen planen, um gegen eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD zu protestieren.
Mit dem Titel 'Unser Sofortprogramm für Wohlstand und Sicherheit' ist der Beschluss in zwei Hauptbereiche unterteilt und fokussiert stark auf wirtschaftliche Themen. Neun von insgesamt 15 Punkten widmen sich der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit sowie dem Wohlstand. Hierbei sollen die Stromsteuer und Netzentgelte gesenkt und Bürokratie abgebaut werden, während das Heizungsgesetz der amtierenden Regierung abgeschafft werden soll.
Im Bereich der Sicherheit sieht der Plan unter anderem dauerhafte Grenzkontrollen und Zurückweisungen an der Grenze vor. Merz verfolgt trotz des Misserfolgs im Bundestag weiterhin das Ziel der Migrationsbegrenzung, wofür er auch Vorwürfe der Zusammenarbeit mit der AfD auf sich zieht. Dieser Aspekt sorgte für Empörung und massiven Protest, unter anderem von prominenten Persönlichkeiten wie Altkanzlerin Angela Merkel und Michel Friedman.
Ob die CDU ihre Pläne nach einem Wahlsieg umsetzen kann, bleibt offen, insbesondere da sie vermutlich auf eine Koalition mit der SPD oder den Grünen angewiesen sein dürfte. Alle Augen sind nun auf den Parteitag gerichtet, wo die Reaktionen der Delegierten auf Merz' Kurs mit Spannung erwartet werden, insbesondere hinsichtlich einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD, die der Parteichef allerdings ausgeschlossen hat.

