Bundeswehr-Rekrutierung: Trendwende zeichnet sich ab
Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD verkündete optimistische Neuigkeiten zur Rekrutierung bei der Bundeswehr. Erstmals seit fünf bis sechs Jahren verzeichnet die Armee schwarze Zahlen bei Personaleinstellungen, was bedeutet, dass mehr Menschen in den Dienst eintreten als diesen verlassen. Diese positive Entwicklung markiert einen bedeutsamen Wendepunkt für die Bundeswehr, die zuletzt mit einer sinkenden Gesamtzahl von Soldaten zu kämpfen hatte.
Im Vorjahr war die Anzahl der Soldatinnen und Soldaten trotz intensiver Rekrutierungsbemühungen rückläufig, während der Altersdurchschnitt der Truppe leicht anstieg. Ende 2024 verzeichnete die Bundeswehr rund 181.150 Soldatinnen und Soldaten, gegenüber etwa 181.500 am Stichtag des Vorjahres.
Das Verteidigungsministerium verfolgt mit Blick auf neue NATO-Planungen ehrgeizige Ziele. Angepeilt werden eine stehende Truppe von rund 260.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 200.000 Reservisten. Ein verstärkter Fokus soll auf den neuen Wehrdienst gelegt werden, der zunächst auf Freiwilligkeit beruht. Bereits vom Kabinett beschlossen, könnte dieser Dienststart am 1. Januar 2026 erfolgen – vorausgesetzt, der Bundestag stimmt dem Plan zu.

