Bundeswehr-Beschaffung: Milliardenprojekte auf dem Vormarsch

Die Modernisierung und Aufrüstung der Bundeswehr erreicht neue Dimensionen, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius jüngst betonte. Der Haushaltsausschuss des Bundestages bereitet sich darauf vor, am Mittwoch entscheidende Vorlagen über Rüstungsprojekte im Umfang von beeindruckenden 50 Milliarden Euro zu prüfen. Pistorius unterstreicht, dass die derzeitigen Beträge und die Geschwindigkeit der Beschaffung keinen Zweifel an der Planungssicherheit für die Industrie lassen. Ein Rückblick auf die vergangenen drei Jahre zeigt, dass 225 bedeutende Rüstungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 138 Milliarden Euro initiiert wurden.
Das Bemerkenswerte daran: Viele dieser Waffensysteme sind bereits dabei, die Bundeswehrtruppen zu verstärken und zu modernisieren. Eine Tatsache, die Pistorius mit offensichtlicher Zufriedenheit konstatiert. Der Haushaltsausschuss sieht sich Projekten gegenüber, die einer Zustimmung ab einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro bedürfen. Die Größenordnungen, die nun diskutiert werden, sind jedoch von einer weitaus anderen Dimension.
Konkret stehen am Mittwoch etwa 22 Milliarden Euro für persönliche Schutzausstattung und Kleidung zur Debatte. Darüber hinaus umfasst das Paket rund 4 Milliarden Euro zur Erweiterung des Raketenabwehrsystems Arrow 3, 2 Milliarden Euro für das Luftverteidigungssystem Patriot und mehr als 4 Milliarden Euro für zusätzliche Schützenpanzer Puma im sogenannten "2. Los".

