Bundesregierung unterstützt Commerzbank im Übernahmekampf gegen Unicredit
Die neue Bundesregierung hat deutlich gemacht, dass sie im Übernahmekampf der Commerzbank an der Seite des deutschen Finanzinstituts steht. Finanzminister Lars Klingbeil erklärte, dass die Bundesregierung auf die Unabhängigkeit der Commerzbank setze.
Ein feindliches Vorgehen, wie es die italienische Unicredit anstrebt, sei nicht akzeptabel, insbesondere bei einer systemrelevanten Bank wie der Commerzbank. Seit September wehrt sich die Commerzbank gegen die Übernahmebestrebungen der italienischen Unicredit, die die Gelegenheit des Teilrückzugs des Bundes ausnutzte, um bedeutend in die Bank, Deutschlands zweitgrößte Privatbank, zu investieren.
Unicredit-Chef Andrea Orcel machte in den letzten Monaten verstärkt Werbung für die Eingliederung der Commerzbank in den italienischen Konzern. Sowohl die Führung der Commerzbank als auch die Arbeitnehmervertreter lehnen jedoch eine Übernahme ab.
Jüngste Äußerungen von Unicredit ließen verlauten, dass eine Entscheidung nicht mehr im laufenden Jahr zu erwarten sei. Der Konzern strebt an, einen konstruktiven Dialog mit der neuen Regierung zu führen.
Der deutsche Staat hält zurzeit noch etwas mehr als zwölf Prozent der Anteile an der Commerzbank.

