Bundesbank sieht Licht am Ende der Konjunkturflaute in Deutschland
Die Bundesbank deutet auf ein mögliches Ende der wirtschaftlichen Stagnation hin: Im vierten Quartal könnte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft leicht erholen, wie aus dem jüngsten Monatsbericht hervorgeht. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Frühjahr rückläufig war und das dritte Quartal 2025 eine Stagnation aufwies, gibt es nun Anzeichen für eine leichte Belebung.
Jedoch bleibt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie ein Hemmschuh: Der begrenzte Vorteil aus der moderat wachsenden Weltwirtschaft und die derzeit martkeinschränkende US-Zollpolitik verhindern kurzfristig zusätzliche Impulse durch die Auslandsnachfrage. Dennoch besteht Hoffnung, dass sich Industrie und Exporte stabilisieren könnten.
Positive Wachstumsimpulse erwarten die Wirtschaftsexperten der Bundesbank insbesondere von den Dienstleistungsbranchen zum Jahresende 2025, auch wenn Branchen mit direktem Konsumbezug weniger Dynamik zeigen dürften. Die private Kaufkraft leidet weiterhin unter den unsicheren Aussichten des Arbeitsmarktes.
Ein vorübergehender Anstieg der Inflationsrate um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr könnte zudem die Kauflaune der Verbraucher dämpfen. Der Bericht prognostiziert, dass diese Entwicklung in den kommenden Monaten durch Basiseffekte verstärkt wird. Besonders Dienstleistungen und Lebensmittel verzeichnen teils deutliche Preiserhöhungen, auch wenn letztere nicht so stark steigen wie zuvor.

