Bund-Future kaum verändert – US-Inflationsdaten bleiben ohne große Wirkung
Die Kursentwicklung deutscher Staatsanleihen hat sich am Dienstag stabil gezeigt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future legte minimal um 0,02 Prozent zu und erreichte einen Stand von 128,11 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe verharrte bei 2,84 Prozent und zeugt von einem weiterhin ruhigen Marktumfeld.
Obwohl neue Daten zu den Verbraucherpreisen in den USA veröffentlicht wurden, blieben nennenswerte Reaktionen an den Märkten aus. Die Inflation im Dezember bestätigte mit 2,7 Prozent die Erwartungen der Analysten. Auch die Kernrate, die volatile Posten wie Energie und Nahrungsmittel ausschließt, blieb mit 2,6 Prozent im erwarteten Rahmen.
Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass diese Inflationszahlen kaum Einfluss auf die Zinserwartungen in den USA haben dürften. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, weist darauf hin, dass die Auswirkungen der US-Zollpolitik weiterhin gering bleiben. Sollten sich diese Bedingungen fortsetzen, könnte die US-Notenbank Fed weitere Zinssenkungen in Betracht ziehen.
Einflussreich hingegen war der Ausverkauf bei japanischen Staatsanleihen, der auf Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen in Japan zurückzuführen ist. Premierministerin Sanae Takaichi, die durch Neuwahlen ihren politischen Einfluss stärken könnte, verfolgt eine engagierte Fiskal- und expansive Geldpolitik, was die Marktstimmung entscheidend prägte.

