Bürgermeister kritisiert Blockadeaktion gegen Vizekanzler Habeck
In Schlüttsiel hat der Bürgermeister der Gemeinde Ockholm, Matthias Feddersen, die Blockadeaktion gegen Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) scharf kritisiert. Feddersen bezeichnete die Aktion als Nötigung und betonte, dass niemandem das Recht zustehe, jemand anderen daran zu hindern, eine Fähre zu verlassen.
Der Bürgermeister erfuhr erst am Donnerstag von den angeblichen Treffen Habecks mit Bauern und warf den Protestierenden vor, absichtlich Falschinformationen verbreitet zu haben. Die Gemeinde habe wegen der vorherigen Erfahrungen mit ähnlichen Aktionen das Ordnungsamt um Rat gebeten, das letztendlich die Polizei informierte. Feddersen erklärte: "Man kann ihn ja nicht ins offene Messer laufen lassen." Die Gemeinde sei am Fähranleger quasi der Hausherr und habe daher Verantwortung für die Sicherheit der dort Anwesenden.
Obwohl Feddersen betonte, dass er selbst nicht vor Ort war, konnte er die Verärgerung der Landwirte nachvollziehen. Allerdings kritisierte er auch die Art und Weise der Blockadeaktion als übertrieben. "Das war eine Spur zu hart, ganz klar", fügte er hinzu.
Die Aktion gegen Vizekanzler Habeck sorgt weiterhin für Schlagzeilen und Diskussionen. In der öffentlichen Debatte werden insbesondere die Themen Meinungsfreiheit und politische Protestkultur thematisiert. (eulerpool-AFX)

