Brüssel verordnet Veggie-Burger-Verbot: Symbolpolitik unter Beschuss
Die jüngste Entscheidung des EU-Parlaments, sprachliche Einschränkungen bei der Bezeichnung von pflanzlichen Lebensmitteln vorzunehmen, stößt nicht nur bei Verbraucherschützern auf Unverständnis. Der Frust über die Europäische Union, so scheint es, wird durch derartige Beschlüsse weiter geschürt – und das teils mit Recht. Diese Regelung, die von einer konservativen Mehrheit beschlossen wurde, zielt offiziell darauf ab, Landwirte zu unterstützen und für Transparenz zu sorgen.
Während die Europäische Volkspartei, der auch deutsche Parteien wie die CDU und CSU angehören, diese Entscheidung als Maßnahme zur Stärkung der Bauern und zur Schaffung von mehr Transparenz anpreist, bleibt doch fraglich, ob dieser Schritt der Landwirtschaft tatsächlich zugutekommt. Denn das neue Verbot, wonach Produkte aus pflanzlichen Zutaten nicht mehr als „Burger“ oder „Wurst“ bezeichnet werden dürfen, sorgt nicht für höhere Einnahmen der Landwirte oder eine Senkung ihrer Betriebskosten.
Dass ein Betrieb nun nicht rentabler wird, nur weil ein vegetarisches Produkt anders benannt werden muss, dürfte auch den wirtschaftlich orientierten Stimmen kaum entgangen sein. Es bleibt offen, welche konkreten Vorteile sich aus einem solchen Sprachverbot für die Landwirtschaft ergeben sollen. Stattdessen hinterlässt dieses Vorgehen den Eindruck reiner Symbolpolitik, deren Nutzen für die Landwirte selbst bei wohlwollender Betrachtung unklar bleibt.

