Britischer Außenminister verteidigt Militärschläge gegen Huthi im Jemen
Die britisch-amerikanischen Militärschläge gegen die Huthi im Jemen werden vom britischen Außenminister David Cameron verteidigt. Laut Cameron hat die Miliz seit den ersten Angriffen der Verbündeten vor anderthalb Wochen mehr als ein Dutzend neue Attacken gegen Schiffe im Roten Meer unternommen. Dies sei illegal und inakzeptabel, so der Außenminister gegenüber britischen Medien am Dienstag.
Die USA und Großbritannien möchten mit den Angriffen die Fähigkeiten der Huthi, solche Angriffe durchzuführen, weiterhin schwächen. Gleichzeitig betonen sie, dass sie ihren Worten und Warnungen Taten folgen lassen, sagte der ehemalige Premierminister Cameron.
Am Vorabend hatten die USA und Großbritannien mit Unterstützung weiterer Verbündeter erneut Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen angegriffen. Dabei wurden acht Standorte der vom Iran unterstützten Huthi attackiert, wie die Verbündeten in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Zu den Zielen der Angriffe gehörten unter anderem ein unterirdisches Waffenlager, Raketensysteme und Abschussrampen der Huthi. Bereits Anfang Januar fand eine ähnliche Militäraktion statt, bei der knapp 30 Stellungen der Huthi angegriffen wurden.
Die Miliz greift seit Beginn des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas immer wieder Frachter mit angeblicher Verbindung zu Israel an. Laut Pentagon wurden seit Mitte November mehr als 30 Schiffe angegriffen. Dies hat dazu geführt, dass große Reedereien die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa durch das Rote Meer und den Suez-Kanal meiden. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind mittlerweile erheblich. (eulerpool-AFX)

