Britische Schulden und die Herausforderung der Zukunft: Lord Kings Warnung
Die britischen Bürden eines wachsenden Schuldenberges sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, so die eindringliche Mahnung von Lord King, dem ehemaligen Gouverneur der Bank of England. Als Reaktion auf die Finanzkrise und die Pandemie stieg die Staatsverschuldung des Vereinigten Königreichs dramatisch an – von 575 Milliarden Pfund oder 36 Prozent des BIP im Jahr 2007 auf heute 2,9 Billionen Pfund oder 96 Prozent des BIP. Trotz parteiübergreifender Versprechen, die Schulden zu reduzieren, bleibt kaum Spielraum für kommende Krisen.
Lord King wies im Lords Financial Services Regulation Committee darauf hin, dass eine potenzielle künftige Krise die Verschuldung weiter erhöhen und die Zinsen steigen lassen könnte. Er betonte, dass dieses Problem nicht nur Großbritannien betrifft, sondern auch andere G7-Staaten im gleichen Dilemma stecken. Dies bedeute lediglich, dass man ein globales und kein rein nationales Problem habe.
Rachel Reeves, die aktuelle Schatzkanzlerin, sucht fieberhaft nach Wegen, die britischen Finanzen wieder auf Kurs zu bringen, nachdem gestiegene Kreditkosten ihre Pläne ins Wanken brachten. In einer Rede betonte sie, dass Wachstum die oberste Priorität ihrer Steuerpolitik sei, um die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden. Diese Einstellung könnte für einige Unternehmen bedeutende Steuererhöhungen bedeuten, um öffentliche Dienstleistungen auf einem stabilen Fundament zu finanzieren.

