Brasilien plant milliardenschweren Fonds für den Schutz der Tropenwälder
Brasilien hat im Zuge des Brics-Gipfels in Rio de Janeiro ein ambitioniertes Vorhaben zur Sicherung unserer grünen Lungen vorgestellt. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva verkündete die Gründung eines Fonds mit dem einprägsamen Namen "Tropenwälder für immer". Dieser soll auf der kommenden Weltklimakonferenz COP30 ins Leben gerufen werden. Das Fondsvolumen, satte 125 Milliarden US-Dollar, soll Länder mit weitreichenden Tropenwaldbeständen für deren Erhalt belohnen und gleichzeitig deren ökologischen Nutzen würdigen.
Präsident Lula hob hervor, dass dieses Projekt ein Beispiel für eine sozial gerechte Klimapolitik sei. Er betonte, dass der Schutz und die Restaurierung dieser lebenswichtigen Ökosysteme neue Chancen und Perspektiven für lokale Gemeinschaften und indigene Völker schaffen würden. Die COP30 findet im pulsierenden Umfeld von Belém im Amazonasgebiet statt und verspricht, eine Plattform für konstruktive Umwelt- und Sozialpolitik zu werden.
Darüber hinaus stellte Lula eine weitere Brics-Initiative zur Bekämpfung von Krankheiten vor, die vornehmlich in ärmeren Regionen grassieren. Geplant sind nachhaltige Investitionen in die Gesundheitsversorgung, Bildung und Infrastruktur, um die Lebensqualität zu verbessern. Die Brics-Staaten, bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, sehen sich als Motor der Kooperation im Globalen Süden. Seit ihrem letzten Treffen haben sich ihnen weitere Länder wie der Iran, Ägypten, Äthiopien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und ab 2025 auch Indonesien angeschlossen. Diese Gruppe versteht sich oft als ein ökonomisches Gegengewicht zu den etablierten G7-Nationen.

