Brandschutz mit Brief und Siegel
Wurster bestätigt mit erfolgreicher Brandschutzprüfung den Sicherheitsstandard F90 seiner bewährten Übergabeanlagen
Leinfelden - Echterdingen, 02.06.2026 (PresseBox) - Die Fensterelemente mit integrierten Durchreichen der Walter Wurster GmbH gelten als verlässliche Lösung für sicherheitskritische Bereiche. Um die Feuerwiderstandsklasse F90 der Übergabeanlagen 7020 und 7053 modellabhängig zu dokumentieren, hat der Sicherheitstechnikhersteller nun beide Elemente einer umfassenden Einzelprüfung bei der MPA Braunschweig unterzogen. Die anerkannte Materialprüfanstalt bestätigt für beide Varianten eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten und belegt damit den Sicherheitsstandard der einbaufertigen Systeme.
„Die spezifischen Prüfungen erleichtern uns insbesondere auf dem deutschen Markt die Abwicklung brandschutzrelevanter Projekte“, erklärt Marc Feinauer, Konstruktionsleiter der Walter Wurster GmbH. „Den Anstoß, die beiden Schalteranlagen prüfen zu lassen, gab jedoch eine dringende Anfrage aus Frankreich“. Ohne Einzelnachweis sind gutachterliche Stellungnahmen nötig, die eine ausreichende, konstruktive Nähe zu bereits brandschutzgeprüften Elementen bestätigen. Diese werden zwar anerkannt, der damit verbundene Aufwand ist jedoch erheblich. Die deutschen Vorschriften zum baulichen Brandschutz zählen zu den strengsten in Europa. Übergabeanlagen sind als raumabschließenden Bauteile eingestuft und übernehmen im Brandfall eine vergleichbare Schutzfunktion wie entsprechend klassifizierte Wände, indem sie die Ausbreitung von Feuer wirksam eindämmen. Entscheidend für ihre Zulassung ist daher die nachgewiesene Feuerwiderstandsdauer. Bauteile mit der Klassifizierung F90 halten einem Brand 90 Minuten stand und gelten als feuerbeständig.
Konstruktion mit Hochleistungsmaterialien schützt Leben
Beide Modelle kommen in öffentlichen Gebäuden oder Firmen mit sensiblen Zugangsbereichen zum Einsatz und erfüllen daher, je nach Ausführung, die Beschussklasse FB4 und Einbruchwiderstandsklasse RC4. Das Modell 7020 ist mit einer gegenläufigen Durchreiche ausgestattet, die jeweils zu einer Seite geöffnet bleibt. Beim Typ 7053 schließt die Schiebedurchreiche hingegen fassadenbündig ab und eignet sich damit für den Einsatz im geschützten Außenbereich. Bei beiden Produkten haben die Sicherheitstechnikexperten für den Brandschutz sowohl Zarge als auch Korpus der zugrunde liegenden Standardmodelle überarbeitet. Zusätzliche Brandschutzmaterialien verstärken nun die Konstruktion und unterbinden den direkten Kontakt der Metallteile, um sie thermisch zu entkoppeln. An den Übergängen der beweglichen Mulden wurden zudem intumeszierende Werkstoffe verbaut. Diese speziellen Materialien schäumen bei Hitze auf und verschließen sämtliche Öffnungen zuverlässig gegenüber heißen Luftströmungen. Für die Verglasung setzt Wurster auf das Verbund-Sicherheitsglas Pyrobel 35 SPS. Es erfüllt die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse F90, der Beschussklasse BR 4 NS sowie der Einbruchwiderstandsklasse P7B.
90 Minuten, die Sicherheit geben
Für den dokumentierten Nachweis der Feuerwiderstandsklasse F90 hat Wurster insgesamt vier Fensterelemente, zwei pro Modell, dem Brandversuch bei der MPA Braunschweig unterzogen. Die Anlagen werden beidseitig geprüft und dazu jeweils mit Kunden- und Kassenseite zum Feuer hin in eine Prüfwand vor dem Ofen eingebaut. Gemäß DIN EN 1363-1 und 1364-1 steigern die Prüfexperten die Ofentemperatur nach einem definierten Temperatur-Zeitverlauf auf 1.000 Grad Celsius. Auf der feuerabgewandten Seite darf dabei die Temperatur um maximal 160 Grad ansteigen. Beide Modelle haben diese Prüfung erfolgreich bestanden und die geforderten 90 Minuten Feuerwiderstand unter realen Bedingungen nachgewiesen.


