Borderlands 4: PC-Update behebt Abstürze durch GPU, Animationen und Kollisionen
Der jüngst erschienene Koop-Loot-Shooter Borderlands 4 hat seit seiner Veröffentlichung für reichlich Furore gesorgt – allerdings nicht nur durch sein explosives Gameplay. Ein spürbar holpriger Start, geplagt von technischen Unzulänglichkeiten, zwang Entwickler Gearbox Entertainment zum schnellen Handeln. Nun ist ein erstes, wichtiges Update erschienen, das als digitales Pflaster die dringendsten Wunden auf dem PC versorgen soll. Neue Inhalte suchst du hier vergebens; stattdessen steht die reine Schadensbegrenzung im Vordergrund, um die größten Brandherde zu löschen und das Spielerlebnis zu stabilisieren.
Erste Hilfe für den PC: Was der Patch wirklich bringt
Unter der Haube dieses Updates verbirgt sich eine Reihe gezielter Eingriffe in die Achillesfersen des Spiels. Die Entwickler haben sich vorrangig den zahlreichen Abstürzen gewidmet, die das Chaos auf Pandora für viele zur Frustpartie machten. Korrekturen wurden für Absturzursachen im Zusammenhang mit Charakter- und Gegneranimationen, der Audio-Engine sowie bei Kollisionsabfragen implementiert. Für PC-Zocker besonders erfreulich dürfte die Nachricht sein, dass diverse GPU-bedingte Systemabstürze ebenfalls der Vergangenheit angehören sollen. Abseits dieser massiven Stabilitätsverbesserungen kümmerte sich Gearbox auch um kleinere, aber nicht minder ärgerliche Probleme. Ein gravierender Bug, der den Fortschritt in der Mission „Sprich mit Zadra“ blockieren konnte, wurde behoben. Ebenso gehört ein Fehler der Vergangenheit an, bei dem das Belohnungszentrum nach dem Einlösen des „Gilded Glory“-Pakets den Dienst quittierte.
Ein Blick in die Zukunft: Wöchentliche Dosen Chaos
Parallel zur akuten Fehlerbehebung offenbarte das Studio seine Pläne für die nahe Zukunft, um die Community bei Laune zu halten. Geplant sind wöchentliche Updates, die frischen Wind in die Spielwelt bringen sollen. Im Zentrum dieser Initiative steht Maurice’s Black Market Vending Machine, deren Standort regelmäßig wechseln wird und deren Angebot für stetige Abwechslung sorgt. Darüber hinaus wird es einen wöchentlichen „Big Encore“-Boss geben – eine deutlich anspruchsvollere Variante eines bereits existierenden Obermotzes. Ergänzt wird dieses Paket durch wöchentliche „Wildcard“-Missionen, die das repetitive Element des Grinds aufbrechen sollen und für neue Anreize sorgen.
Die Sorgenkinder: Konsolen-Performance und offene Baustellen
Während am PC fleißig geschraubt wird, blickt die Konsolen-Community noch mit einer gewissen Anspannung auf kommende Patches. Gearbox hat zwar bestätigt, dass intensiv an einem Update gearbeitet wird, das endlich den langersehnten FOV-Slider (Sichtfeldregler) auf die Konsolen bringt, doch die allgemeine Performance bleibt ein Zankapfel. Insbesondere auf der PS5 und PS5 Pro wurde eine mangelhafte Leistung als „bekanntes Problem“ eingestuft. Studio-Chef Randy Pitchford empfahl betroffenen Nutzern, das Spiel neu zu starten, sobald die Bildrate spürbar einbricht. Dieses Vorgehen nährt Spekulationen in der Community über ein mögliches Speicherleck (Memory Leak), da die Probleme typischerweise erst nach längerer Spielzeit auftreten.
Der Elefant im Raum: Pitchfords kontroverse Ansagen
Für den größten Wirbel sorgte jedoch Randy Pitchford selbst mit einer Reihe von Posts in den sozialen Medien, die man getrost als Öl ins Feuer bezeichnen kann. Adressiert an unzufriedene PC-Spieler, erklärte er, dass viele einfach zu viel vom Spiel erwarten würden. Wer mit den notwendigen Kompromissen zwischen visueller Pracht und flüssiger Bildrate nicht leben könne, solle sich doch bitte eine Rückerstattung über Steam holen. In einer blumigen Analogie schrieb er: „Ich würde auch keinen Ferrari-Motor in einen Monstertruck einbauen und erwarten, dass er sich wie ein Ferrari fährt.“ Diese wenig diplomatische Ansage, die die Verantwortung für Performance-Probleme teils auf die Hardware und die Erwartungshaltung der Nutzer abwälzt, markiert einen bizarren Höhepunkt in der Post-Launch-Phase von Borderlands 4. Es bleibt abzuwarten, ob die spielerischen Qualitäten des Titels diesen kommunikativen Fehltritt auf lange Sicht überstrahlen können.

