Börseneuphorie und Skepsis: Druckenmiller über Trumps Einfluss auf den Markt
Mit der Rückkehr von Donald Trump ins politische Rampenlicht scheint ein neuer Schwung an spekulativer Marktbegeisterung und Geschäftszukunftsoptimismus entfacht zu sein. Dies ist zumindest die Meinung des Milliardärs und Investors Stanley Druckenmiller, der glaubt, dass Trumps Wiederwahl den Unternehmergeist und folglich den Aktienmarkt neu belebt hat.
Druckenmiller, ein bekannter Akteur auf den Finanzmärkten und ehemaliger Partner von George Soros, äußerte sich positiv über die mögliche Deregulierung und wirtschaftliche Stärkung, die Trumps Politik mit sich bringen könnte. Er hob hervor, dass viele CEOs zwischen Erleichterung und Begeisterung schwanken, was wiederum auf eine Verstärkung der „animal spirits“ hindeutet—ein Begriff, der für die menschliche Neigung zu Unternehmertum und Wirtschaftsexpansion steht.
Im unmittelbaren Anschluss an Trumps Sieg im November verzeichnete der Nasdaq Composite einen Anstieg um über 6 Prozent und stieg damit auf ein Jahreswachstum von etwa 30 Prozent für 2024. Insbesondere Technologie- und Kryptowährungsmärkte reagierten positiv auf die angekündigten Deregulierungsbestrebungen.
Cathie Wood, Leiterin von Ark Investment Management, teilte diese optimistische Sicht und prognostiziert eine Aufweitung des Marktes, die innovative Unternehmen belohnen könnte. Allerdings bleibt Druckenmiller vorsichtig: Er warnt vor möglichen negativen Reaktionen auf den Anleihemärkten, die durch steigende Zinsen verursacht werden und die Wirtschaft gefährden könnten.
Druckenmiller verfolgt seine Anlagestrategien über sein Familienbüro, die Duquesne Family Office. Seine Top-Holdings umfassen derzeit ein diverses Spektrum an Sektoren, darunter Technologie, Online-Einzelhandel sowie Ingenieurwesen und Gesundheit.
Besonders hervor sticht Natera, ein Anbieter von Genomtests, der 2024 eine Verfünffachung seines Wertes verzeichnete. Zuletzt verwies Druckenmiller darauf, dass die Risiken durch Trumps Zollpolitik überbewertet seien, solange sie in einem vernünftigen Rahmen bleiben.
Das hat potenziell positive Auswirkungen auf Unternehmen mit Fokus auf den Inlandserlös, vor allem in Branchen wie Versorgungsunternehmen und Konsumgüter.

