Börsenbericht: Dax auf wackeligem Parkett – Geopolitische und geldpolitische Unsicherheiten belasten Anlegerstimmung
Die Investoren am deutschen Aktienmarkt haben sich am Mittwoch angesichts ungelöster geopolitischer Konflikte und der Unsicherheit in der Geldpolitik zurückhaltend gezeigt. Der Dax konnte die Marke von 24.500 Punkten nicht durchbrechen und notierte am Nachmittag mit einem Minus von 0,32 Prozent bei 24.345 Punkten. Dies stellt einen leichten Rückgang dar, nachdem der Index zuvor in Richtung 24.200 Punkte gerutscht war. Damit bleibt das im Juli erreichte Rekordhoch bei 24.639 Punkten in Reichweite, wenngleich es sich vorerst etwas entfernt hat.
Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, gab zur Wochenmitte um 0,25 Prozent auf 30.908 Punkte nach, während der EuroStoxx 50, das Barometer für die Eurozone, leicht zulegen konnte. Analysten mahnen zur Eile in den Verhandlungen über eine Waffenruhe in der Ukraine, während die Investoren auf das bevorstehende Treffen in Jackson Hole blicken, bei dem Fed-Chef Jerome Powell möglicherweise Hinweise auf zukünftige Zinssenkungen geben könnte.
Im Dax stießen vor allem als defensiv geltende Titel auf Nachfrage. So legten die Aktien des Konsumgüterriesen Henkel um 1,3 Prozent zu, und auch Deutsche Telekom konnte mit einem Plus von 0,9 Prozent zulegen. Dagegen standen im Rüstungssektor Unternehmen wie Rheinmetall und Renk unter Druck, die ihre Verluste vom Vortag um 1,4 beziehungsweise 1,1 Prozent ausbauten, während Hensoldt einen moderateren Rückgang verzeichnete.
Ein herber Rückschlag traf den Düngemittelhersteller K+S, dessen Aktie aufgrund eines herabgestuften Ratings der Berenberg Bank von 'Kaufen' auf 'Verkaufen' um 3,2 Prozent nachgab. Auch der Immobilienkonzern TAG Immobilien musste ein Minus von 2,4 Prozent hinnehmen, nachdem er neue Aktien und Schuldverschreibungen herausgegeben hatte.

