BitGo strebt an die Börse: Einblick in das florierende Krypto-Verwahrungsgeschäft
Der Krypto-Verwahrungsanbieter BitGo hat kürzlich sein erstes öffentliches S-1-Registrierungsformular bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht, um sich für die Notierung von Class A Stammaktien an der New Yorker Börse unter dem Tickerkürzel BTGO vorzubereiten. Dieser Schritt ermöglicht tiefere Einblicke in die Geschäftszahlen des Unternehmens: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 konnte BitGo einen Umsatz von 4,19 Milliarden Dollar verzeichnen, fast viermal so viel wie die 1,12 Milliarden Dollar des Vorjahreszeitraums.
Trotz der beeindruckenden Umsatzsteigerung schrumpfte die Rentabilität des Unternehmens. Der Nettogewinn sank im Halbjahr auf 12,6 Millionen Dollar, gegenüber 30,9 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2024, was auf gestiegene Betriebskosten und sinkende Margen zurückzuführen ist. Im Jahr 2024 erzielte BitGo einen Umsatz von 3,08 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 156,6 Millionen Dollar, von denen 54,1 Millionen Dollar den Stammaktionären zugutekamen.
Seit seiner Gründung 2013 in Palo Alto hat BitGo seinen Ruf durch die Bereitstellung von Cold-Storage- und Multi-Signature-Wallets für Börsen, Hedgefonds und Banken aufgebaut. Derzeit verwaltet das Unternehmen Kryptowährungen im Wert von über 90 Milliarden Dollar von 1,14 Millionen Nutzern. Diese beträchtlichen Summen konzentrieren sich zu einem Großteil auf fünf Kryptowährungen: Bitcoin, Sui, Solana, XRP und Ethereum.
Das Registrierungsdokument beschreibt zudem eine Dual-Class-Aktienstruktur, bei der Klasse-B-Aktionäre, einschließlich Mitbegründer und CEO Mike Belshe, 15 Stimmen pro Aktie bekommen, im Vergleich zu einer Stimme für Klasse-A-Aktien. Damit sichert sich Belshe die Kontrolle nach der Börsennotierung, was BitGo nach den Regeln der NYSE zu einem "kontrollierten Unternehmen" macht.
Die Erlöse aus dem Börsengang sollen in die technologische Entwicklung, Akquisitionen und aktienbasierte Vergütungen fließen und gleichzeitig die Sichtbarkeit und finanzielle Flexibilität des Unternehmens erhöhen. BitGo reiht sich in die Liste namhafter Krypto-Unternehmen ein, die in letzter Zeit einen ähnlichen Schritt gewagt haben, darunter Circle, Gemini und CoinDesk’s Muttergesellschaft Bullish.

