Bitcoin zeigt sich unbeeindruckt von geopolitischen Spannungen
Am Wochenende reagierte Bitcoin nur begrenzt auf die eskalierenden geopolitischen Spannungen, während traditionelle Märkte deutlichere Reaktionen zeigten. Der Bitcoin-Kurs fiel am Montag auf etwa $65.500, nachdem er in einer volatilen Spanne zwischen ungefähr $63.000 und $68.000 gehandelt wurde. Dies geschah vor dem Hintergrund steigender Spannungen zwischen den USA und Iran sowie Berichten über den Tod des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei bei einem gemeinsamen US-israelischen Luftangriff.
Trotz dieser intensiven und volatilen Situation sind sich Marktkommentatoren einig, dass der Konflikt den Kurs von Bitcoin nicht grundlegend verändert hat.
Hohe Risikozone
Ein Analyst, bekannt als Mr. Wall Street, äußerte auf X, dass sich mit dem neuen Konflikt "nichts geändert" habe. Er glaubt nicht, dass der Zyklusboden bei $60.000 erreicht ist. Seiner Meinung nach wird der Boden später in diesem Jahr bei etwa $45.000 gebildet, jedoch erst nachdem Bitcoin zunächst in den Bereich von $80.000 bis $85.000 gestiegen ist.
Der Ausblick des Analysten ist kurzfristig bullisch, mittelfristig jedoch bärisch. Dies deutet darauf hin, dass geopolitische Schocks zwar Volatilität erzeugen können, aber seiner Meinung nach die Erwartung eines kurzfristigen Anstiegs gefolgt von einer tieferen Korrekturphase nicht ungültig machen. Ein weiterer prominenter Krypto-Marktkommentator, Doctor Profit, bleibt ebenfalls bei seiner bärischen Positionierung und betont, dass der Krieg seine Einschätzung nicht verändert.
"The war changes nothing in my bearish outlook for Crypto and Stocks."
Er fügte hinzu, dass er weiterhin voll bärisch bleibt und seine "große Short-Position" seit September offen ist. Beide Analysten betonen, dass die geopolitische Eskalation ihre bestehenden Marktthesen nicht grundlegend verändert hat, auch wenn sie sich in der kurzfristigen Richtung unterscheiden.
US-Iran-Konflikt bereits eingepreist?
Trader CrypNuevo äußerte, dass der Markt den US-Iran-Konflikt bereits in der Vorwoche eingepreist habe. Er erklärte, dass die Märkte nicht viel weiter fallen können, da das Ereignis weitgehend erwartet wurde, wies jedoch auf die Unsicherheit hinsichtlich der Dauer des Krieges und des Status der Straße von Hormus hin. Seiner Meinung nach würden die Aktien-Futures, denen Bitcoin tendenziell folgt, wahrscheinlich negativ eröffnen, könnten sich jedoch erholen, sobald Deeskalationsgespräche beginnen.
Er hält einen langanhaltenden Konflikt für unwahrscheinlich, da eine längere Schließung der Straße von Hormus die Ölpreise in die Höhe treiben und die US-Inflation ansteigen lassen würde, was er nicht erwartet. Die Strategie besteht darin, die Reaktion des Aktienmarktes am Montag abzuwarten. Sollte es zu einem starken Ausverkauf kommen, würde er Bitcoin bei etwa $61.000 bis $60.000 kaufen, bevor Deeskalationsnachrichten eintreffen. Bei einem leichten Rückgang, einer Seitwärtsbewegung oder einem Anstieg würde er den Einstieg in eine Long-Position auf später in der Woche verschieben.

