Bitcoin unter 100.000 US-Dollar: Zinssenkungsfantasien verpuffen
Der Bitcoin-Kurs ist am Dienstag unter die bedeutende Marke von 100.000 US-Dollar gefallen, hat sich jedoch leicht erholt und liegt nun knapp darüber. Dies ist das erste Mal seit Ende Juni, dass der Bitcoin unter dieser Marke notiert.
Marktanalyst Timo Emden von Emden Research identifiziert als Hauptgrund für den Kursrückgang die gedämpften Erwartungen an weitere Zinssenkungen in den USA. Diese wurden verschärft durch Kapitalabflüsse aus Spot-ETFs, die nicht mehr den erhofften Schutz bieten. Vor diesem Hintergrund könnten auch Anleger mit langfristigen Perspektiven den Bitcoin meiden und sich aus risikoreichen Investitionen zurückziehen. In Zeiten der Unsicherheit neigen Anleger dazu, auf weniger riskante Anlagen umzuschwenken.
Bereits seit der letzten Woche steht der Bitcoin unter Druck, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank mitteilte, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Dezember alles andere als sicher sei. Diese Nachrichten haben den Optimismus über die geldpolitische Lockerung getrübt. Ohne den Rückenwind durch Zinssenkungen fehlt es dem Kryptowährungsmarkt derzeit an der Grundlage für eine nachhaltige Erholung, so Emden.

